Fragebogen Freizeitdrogenkonsum

Nachtleben, ausgehen, Party machen, festen, feiern: Dies sind nur ein paar Bezeichnungen für eine der heutzutage wichtigsten Freizeitbeschäftigungen, mit der meist auch der Konsum von psychoaktiven Substanzen verbunden ist. Aber auch ausserhalb des Partysettings und des Nachtlebens werden legale und illegale Substanzen konsumiert. Die Praxis zeigt, dass Freizeitdrogenkonsumierende eine heterogene, sozial und beruflich zumeist gut integrierte und für herkömmliche Beratungsangebote schwer zugängliche Gruppe sind.

Auf Bestreben von Präventionsfachleuten wurde in Zusammenarbeit mit Infodrog im November 2010 ein Projekt zum Freizeitdrogenkonsum initiiert und eine Arbeitsgruppe gebildet. Das primäre Ziel ist es, problematische Konsummuster und andere riskante Verhaltensweisen mittels strukturierter Befragungen frühzeitig zu erkennen, mit den Freizeitdrogenkonsumierenden vor Ort zu diskutieren und sie für eine Konsumveränderung zu sensibilisieren oder bei Bedarf an weiterführende Angebote zu vermitteln. In Zusammenarbeit mit Fachpersonen aus der Prävention und der Schadensminderung wurden Grundlagen und Instrumente zur Frühintervention bei problematischem Substanzkonsum und den damit verbundenen Risikoverhaltensweisen erarbeitet.

Aus dieser Zusammenarbeit resultierte 2011 der «Fragebogen Nightlife - Freizeitkonsum», der die Grundlage für die Beratung von Freizeitdrogenkonsumierenden bildet und fortlaufend weiterentwickelt wird. Der Fragebogen wird durch die Konsumierenden selbst anlässlich von Nightlife-Präventionsangeboten vor Ort in Clubs, Bars oder an Festivals, in ambulanten Fachstellen oder online ausgefüllt. Die Resultate der Befragung werden in einem jährlichen Bericht veröffentlicht. Da die Daten durch Selbstselektion der Befragten zusammenkommen, sind sie nicht repräsentativ. Sie liefern aber dennoch detaillierte und interessante Einblicke in das Konsum- und Risikoverhalten von Freizeitdrogenkonsumierenden.

Fragebogen Nightlife - Freizeitkonsum (auf Deutsch)
Questionnaire Nightlife - Consommation récréative (auf Französisch)
Questionario Nightlife - Consumo ricreativo (auf Italienisch)
Nightlife Questionnaire - Recreational Use (auf Englisch)

Publikationen

Mitglieder der Arbeitsgruppe (Stand August 2017)

Alwin Bachmann (Infodrog), Roman Brunner (rave it safe Bern), Alexander Bücheli, Kim Carrasco (Rel’ier Lausanne), Guido de Angeli (danno.ch), Nik Hostettler (rave it safe Bern), Hannes Hergarten (Safer Dance Schweiz), Anja Lischer (streetwork Zürich), Larissa Maier, Elisa Rosselli (Point d’Chute Neuchâtel), Elisabeth Schaetti (Safer Dance Basel), Dominique Schori (Infodrog), Andrea Suter (Safer Dance Schweiz), Melanie Wollschläger (ValueQuest), Koni Wäch (eve&rave), Franz Zobel (Sucht Schweiz)