Suchtfragen in der Spitex

Suchtprobleme im Alter sind keine Seltenheit. Auch hier gilt: Je früher Suchtprobleme erkannt und angesprochen werden, desto höher ist die Chance, ältere Personen mit geeigneten Hilfsangeboten zu unterstützen und eine Verbesserung ihrer aktuellen Lebenssituation zu ermöglichen. Ein frühzeitiges Handeln vermindert auch den Pflege- und Betreuungsaufwand.

Suchtspezifische Kenntnisse und Fertigkeiten der Gesprächsführung ermöglichen es Fachpersonen der Spitex, Menschen mit Suchtproblemen und deren Angehörige in geeigneter Weise zu betreuen. Infodrog fördert und koordiniert Aktivitäten mit dem Ziel, Spitex-Fachpersonen bei diesen Aufgaben zu unterstützen.

Alkohol und Medikamente – Beispiele und Erfahrungen im Umgang mit Suchtproblemen in der Spitex

Austauschveranstaltung für Spitex- und Suchtfachpersonen | 26. Oktober 2016 | Luzern

Präsentiert wurden konkrete (Fall-)Beispiele zum Umgang mit dem Thema Sucht in Spitex-Organisationen. Weitere Themen waren die Erarbeitung einer Haltung im Umgang mit Suchtproblemen, deren Früherkennung sowie die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit zwischen Spitex und Suchthilfe. In den Workshops wurden die Beispiele vertieft und Erfahrungen ausgetauscht.

Programm

Referate

Regula Hälg, Infodrog
Einführung: Alkohol und Medikamente

Barbara Hedinger, Spitex Stadt Luzern
«Leitfaden für Mitarbeitende der Spitex Stadt Luzern» – Schritte der Einführung

Brigitte Garessus, Spitex Basel, Lars Golly, Abteilung Sucht Gesundheitsdepartement des Kantons Basel
Formen der Zusammenarbeit zwischen Spitex und ambulanten Suchtfachstellen

Heidi Zimmermann Heinrich, Suchtprävention Zürcher Unterland
Erfahrungen in der Erarbeitung von Handlungsinstrumenten zur Früherkennung von Suchtgefährdung
vgl. auch ihr Artikel im SuchtMagazin 39(2), S. 32-36 (2013):
Suchtprävention im Alterszentrum und in der Spitex

Workshops

Barbara Hedinger und Beat Blättler, Spitex Stadt Luzern
Umsetzung und nachhaltige Implementierung des Leitfadens «Suchtgefährdung im Alter – erkennen und handeln» am Beispiel der Spitex Stadt Luzern

Brigitte Garessus, Spitex Basel, Lars Golly, Abteilung Sucht Gesundheitsdepartement des Kantons Basel
Formen der Zusammenarbeit zwischen Spitex und ambulanten Suchtfachstellen. Visionen und Stolpersteine

Christina Meyer, Akzent Prävention und Suchttherapie Luzern, Beat Waldis, Sozialberatungszentrum SOBZ Luzern
Erarbeiten einer gemeinsamen Haltung – offene Fragen, Zwickmühlen und Lösungsmöglichkeiten