Newsletter Infodrog - Nr. 19 I Juni 2006
Übersicht
Neue Homepage
Die neue Homepage von Infodrog vereint nach der Zusammenführung von KOSTE und FASD die beiden bisherigen Webseiten und bietet einen ausführlichen Überblick über die Arbeit der neuen Stelle.
ExpertInnentagung (Arbeitstitel "Zukunftswerkstatt")
Die von Infodrog in Zusammenarbeit mit einer Begleitgruppe organisierte ExpertInnentagung "Herausforderungen und Perspektiven für die Schadenminderung" findet am 4. September 2006 auf dem Gurten in Bern statt. Die persönlichen Einladungen an VertreterInnen von Bund, Kantonen und Gemeinden wurden letzte Woche versandt. Ziel dieser Tagung ist es, den direkt involvierten Fachleuten eine Plattform zum Austausch über die Gegenwart und insbesondere die Zukunft des Fachbereichs zu bieten. Die Ergebnisse dieser Tagung dienen als Impuls für zukünftige Tätigkeiten im Fachbereich und zugleich als Vorbereitung für eine nationale Tagung im Jahr 2007.
Die Konferenz wurde durch die International Harm Reduction Association (IHRA) mit Unterstützung der Stadt Vancouver, der Costal Health BS und Health Canada durchgeführt und war bestens organisiert. Neben Plenarveranstaltungen gab es Workshops und tägliche Kurzfilme zum Thema Drogen. Es nahmen 1300 TeilnehmerInnen aus 60 Ländern teil. Die Abstracts der diesjährigen Konferenz finden Sie auf unserer Homepage. Inhaltliche Schwerpunkte waren: Globaler Zugang zu HIV/Hepatitis Behandlung, Zusammenarbeit zwischen Polizei & Schadenminderung, Schadenminderung als Menschenrecht, Alkohol, Jugend- und Drogenprävention, Substitution, Einbezug von DrogenkonsumentInnen in die Drogenarbeit, (Peer Involvement). Die Konferenz vom nächsten Jahr wird in Warschau stattfinden. Kurzes Spotlight auf zwei an der Konferenz gezeigte Filme:
"Hitting Home" von Greg Scott und Victoria Stob, USA, Darsteller: DrogenkonsumentInnen
Hitting Home beschäftigt sich mit dem Thema Hepatitis Prävention bei injizierenden DrogenkonsumentInnen. In fünf Filmsequenzen werden die gängigen, gefährlichen Injektionsarten gezeigt: Ein Drogenkonsument kommentiert diese und weist auf die Gefahren hin. In der nachfolgenden Sequenz wird die richtige Injektionsart gezeigt. Ein interessanter Film, der sich an DrogenkonsumentInnen, MitarbeiterInnen von niederschwelligen Institutionen und an Präventionsfachleute richtet.
"The adventures of OPIE" von Ray Stephens und Mal Dorien, Australien, Animationsfilm
Dieser Kurzfilm zeigt den Weg eines Opium Moleküls vom Entstehen bis hin zum Endverbraucher. Dieser Film kann heruntergeladen werden unter: http://www.turningpoint.org.au
Interessantes Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekt für substituierte Drogenabhängige, in welchem die Arbeit mit und für Hunde im Vordergrund steht. Mehr Infos unter:http://www.idefixpunkt.org/
QuadTheDa
Die QuaTheDa-Schulungen, die von Infodrog in Zusammenarbeit mit dem BAG organisiert und von der Firma GCN geleitet werden, finden seit Mai in verschiedenen Regionen der Deutschschweiz statt. Bisher haben sich im ambulanten und niederschwelligen Bereich fünf Gruppen aus der Deutschschweiz gebildet. Für die Westschweiz und das Tessin werden die Schulungen im kommenden Jahr durchgeführt.
An der Generalsversammlung des GREAT vom 18. Mai 2006 in Martigny mit dem Schwerpunkt « Les enjeux du traitement dans le domaine des addictions : quelle place pour ce pilier dans le dispositif addiction de demain ? präsentierte Nicolas Dietrich einen Vortrag über "« Prise en charge des dépendances : quelles opportunités et quels dangers pour demain ? ». Sie finden die Powerpointpräsentation und den vollständigen Text in französischer Sprache auf unserer Homepage (pdf, 7 Seiten, 119kb).
Personelles
Seit 1. Juni arbeitet Aline Keller bei Infodrog. Sie verfügt über ein abgeschlossenes Psychologiestudium (Master): Während einem Jahr arbeitete sie in den USA im therapeutischen Setting an einem Forschungsprojekt zu Tabakkonsum mit. Als Mitarbeiterin bei der ambulanten Beratungsstelle Trans AT sammelte sie Erfahrungen im Bereich Schadenminderung. Bei Infodrog wird sie neben dem Bereich Schadenminderung für die Westschweiz, auch für verschiedene Projekte wie Migration und Gesundheitsförderung zuständig sein.
Peter Menzi
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