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Verhaltenssüchte: Zugang zur Suchthilfe weiter stärken. Situations- und Bedarfsanalyse publiziert

«CheckstDu?! – Snus» - Die Kurzauswertung zur Social Media-Kampagne ist jetzt veröffentlicht.

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E-Zigaretten zur Tabakentwöhnung: aktualisierter Cochrane-Review liefert neue Evidenz

Ein aktualisierter Cochrane-Review bestätigt, dass nikotinhaltige E-Zigaretten die Chancen auf einen erfolgreichen Rauchstopp erhöhen können. Sie erwiesen sich in den ausgewerteten Studien als wirksamer als klassische Nikotinersatzprodukte wie Pflaster oder Kaugummis. Die Autor:innen betonen jedoch, dass sich die Ergebnisse auf regulierte nikotinhaltige E-Zigaretten beziehen und weitere Erkenntnisse zu langfristigen Auswirkungen nötig sind. [cochrane.org], [cochrane.org]

Indikator zum Tabak- und Nikotinkonsum auf MonAM

Im Jahr 2025 konsumierten 22,3 % der Bevölkerung in der Schweiz mindestens einmal im Monat Tabak- oder Nikotinprodukte, 15,7 % taten dies täglich. Die am häufigsten konsumierten Produkte sind in absteigender Reihenfolge: Zigaretten (15,2 % mindestens einmal im Monat), E-Zigaretten, Vapes und Puffs (4,1 %) sowie Tabakprodukte zum Erhitzen (3,3 %). Insgesamt rauchen Männer häufiger als Frauen. Das Schweizer Monitoring-System MonAM hat ausserdem zahlreiche weitere Indikatoren zu Sucht und nichtübertragbaren Krankheiten aktualisiert.

Muskelboom mit Risiken

Der Wunsch nach einem muskulösen Körper setzt insbesondere junge Männer zunehmend unter Druck. Die SRF-Sendung «Im Rausch der Muskeln – Ab wann wird es gefährlich?» zeigt, wie Jugendliche für den Traumkörper enorme Opfer in Kauf nehmen und teilweise zu Anabolika greifen. Dabei drohen gesundheitliche Risiken, während der Druck, einem idealisierten Körperbild zu entsprechen, weiter wächst.

Studienreport zu problematischer Smartphone-Nutzung

Ein neuer Studienreport aus Deutschland liefert Hinweise auf eine verbreitete problematische Smartphone-Nutzung bei Erwachsenen. Von 1 285 befragten 18- bis 65-Jährigen erreichten 31 % den Schwellenwert einer angepassten Skala für problematische beziehungsweise suchtartige Nutzung. Bei den 18- bis 29-Jährigen waren es 55 %. Über eine Android-App erfasste Nutzungsdaten zeigen zudem eine mediane Bildschirmzeit von 4 Stunden und 25 Minuten pro Tag. Aufgrund einer möglichen Auswahlverzerrung sind die Ergebnisse vorsichtig zu interpretieren.

Drogenkonsumräume senken Hospitalisierungen

Ein neues Arbeitspapier untersucht die Wirkung von Drogenkonsumräumen in der Schweiz. Die Auswertung von Spitaldaten aus den Jahren 1998 bis 2022 zeigt: Nach der Eröffnung einer Einrichtung gingen drogenbedingte Hospitalisierungen im Umkreis von fünf Kilometern um rund 35 Prozent zurück. Auch tödliche Verläufe nahmen ab, während nicht tödliche Vergiftungen häufiger wurden. Dies könnte darauf hindeuten, dass medizinisch begleiteter Konsum Todesfälle verhindert.

Trading-Sucht nimmt zu

Das Zentrum für Spielsucht und andere Verhaltenssüchte stellt in den letzten fünf, sechs Jahren eine deutliche Zunahme von Menschen fest, die ein Geldspielproblem mit Trading haben. Laut Domenic Schnoz, Leiter des Zentrums, ähneln die Mechanismen der Tradingsucht jenen der Geldspielsucht. Besonders risikoreich sei das spekulative Daytrading, bei dem auf kurzfristige Kursschwankungen gesetzt wird.

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