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Online-Beratung

Die Entwicklungen und Möglichkeiten der digitalen Kommunikation gewinnen auch im Suchtbereich zunehmend an Bedeutung. Anonyme Online-Angebote erreichen neue oder schwer zugängliche Zielgruppen. Zeitgemässe Online-Tools können helfen, Beratungsprozesse flexibler und effizienter zu gestalten. Grosses Potenzial steckt in neuen Beratungsformen, welche einen flexiblen Wechsel zwischen Präsenzberatung und Online-Hilfe ermöglichen.

Infodrog fördert und unterstützt die fachliche Entwicklung und die Qualitätssicherung in der Online-Beratung mit verschiedenen Grundlagen und mit Angeboten, insbesondere über die nationale Online-Plattform SafeZone.ch. Von zentraler Bedeutung sind hierbei Anforderungen an den Datenschutz und die Datensicherheit. Durch die Vernetzung und Koordination der verschiedenen Akteure leistet Infodrog einen Beitrag, vorhandenes Wissen zwischen den Fachstellen effizient zu teilen, Synergien zu schaffen und technische Entwicklungen nach Möglichkeit gemeinsam oder aufeinander abgestimmt voranzutreiben und nutzbar zu machen.

SafeZone.ch – anonyme Online-Suchtberatung

SafeZone.ch ist die nationale Online-Plattform zu Suchtfragen für Betroffene und Angehörige, Fachpersonen und Interessierte. Die Plattform umfasst ein breites Angebotsportfolio mit verschiedenen Formen der Online-Beratung sowie Online-Tools. Die Online-Beratungen werden von Suchtexpert:innen aus der ganzen Schweiz geleistet, welche sich in einer gemeinsam genutzten virtuellen Beratungsstelle austauschen und vernetzen können. Infodrog ist zuständig für den Betrieb der Beratungsplattform sowie die Koordination des Netzwerkes der Beraterinnen und Berater der involvierten Fachstellen. SafeZone.ch ist eine Dienstleistung des Bundesamtes für Gesundheit in Zusammenarbeit mit Kantonen, Suchtfachstellen und Partnern.

Der Relaunch der SafeZone-Plattform im Februar 2021 bietet eine Vielzahl an Optimierungen sowie Erweiterungen des Angebots. Bei der Entwicklung standen Usability, Datenschutz und Anonymität für die Ratsuchenden im Zentrum. Neu ist die Möglichkeit, auch öffentliche Fragen auf der Plattform zu stellen. Zudem wurden das Angebot der Selbsttests sowie die Informationen und Hilfestellungen für Angehörige von Suchtbetroffenen weiter ausgebaut. Neben diesen inhaltlichen Erneuerungen bietet die Neuentwicklung erweiterte Beratungsmöglichkeiten für Fachstellen, die im Kompetenznetzwerk von SafeZone.ch mitwirken.

Blended Counseling

Blended Counseling bezeichnet die systematische und passgenaue Kombination von digitalen und analogen Beratungssettings. Die Kombination bringt konkrete Mehrwerte: Online-Erstkontakte erleichtern den Weg in die Beratung, die Nachsorge wird verbessert und durch flexible Angebote kann besser auf die Bedürfnisse derjenigen Klienten und Klientinnen eingegangen werden, die nicht regelmässig zur Beratung vor Ort kommen können.

Infodrog war Praxispartner des Forschungsprojekts "Face-to-Face und mehr" der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) und hat Erkenntnisse daraus in die Weiterentwicklung von SafeZone.ch einfliessen lassen. Die im Februar 2021 neu lancierte Beratungssoftware von SafeZone.ch ermöglicht es den lokalen Partnerorganisationen, ihren Klient:innen Blended Counseling in der sicheren Umgebung von SafeZone.ch anzubieten.

Qualitätssicherung

Online-Beratung will erlernt sein – sie setzt spezifische Kompetenzen der schriftbasierten Kommunikation voraus. Infodrog setzt sich aktiv für die Qualitätsentwicklung und Professionalisierung der Online-Beratung ein und hat hierfür ein Qualifizierungsangebot aufgebaut. Die Qualitätssicherung von SafeZone.ch umfasst eine mehrtägige Grundausbildung der Fachpersonen, Begleitung und Coaching durch Mentoren, Online-Intervisionen und kollegiale Beratung. In Begleitstudien wurden zudem Qualitätsstandards entwickelt sowie Empfehlungen zur Anwendung von Wirkfaktoren erarbeitet.

eHealth – mHealth

eHealth ist ein Sammelbegriff, welcher die Verwendung digitaler Technologien und elektronischer Datenverarbeitung im Gesundheitsbereich beschreibt. Darunter fallen die Digitalisierung von Patient:innenakten, Telemedizin, digital unterstützte Entscheidungshilfen sowie Informations- und Kommunikationssysteme für Fachleute, Patient:innen und Klient:innen. mHealth bezieht sich auf die mobile und flexible Anwendungsmöglichkeit elektronischer Gesundheitsdienste im Alltag der Nutzenden.

Derzeit gibt es eine Vielzahl an Neuentwicklungen von mobilen Gesundheits-Apps – auch im Suchtbereich. mHealth-Apps haben häufig das Ziel, das Selbstmanagement der jeweiligen Zielgruppe zu fördern oder Versorgungsprozesse zu unterstützen. An dieser Stelle informieren wir über aktuelle Entwicklungen und geben eine Übersicht über Online-Tools und Apps aus dem Suchtbereich.

Promotionsmaterial

Kostenloses Material für die Promotion von SafeZone.ch kann auf folgender Website bestellt werden:

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News zum Thema Online-Beratung

Symposium «Online-Beratung, Blended Counseling, digitale Selbsthilfe»

Am Symposium vom 16. Mai 2022 wurden die Praxiserfahrungen mit Blended Counseling und digitalem Selbstmanagement in der Suchtberatung thematisiert. Daneben wurden aktuelle Studien und innovative Praxisprojekte im Bereich der psychischen Gesundheit vorgestellt. In der Sammlung auf prevention.ch finden Sie weitere Informationen zum Thema, Bilder vom Anlass, sowie Unterlagen zur Tagung. Das Symposium wurde von Infodrog in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit organisiert.

Studie: Erfolgsfaktoren von mHealth-Applikationen

Wie können mobile Gesundheits-Apps Prävention und Behandlung in den Bereichen NCD, psychische Gesundheit und Sucht unterstützen? Ziele setzen – Verhalten beobachten – Rückmeldung geben: Diese zentralen Merkmale zeichnen erfolgreiche mHealth-Applikationen aus. So die Hauptergebnisse einer umfassenden Literaturstudie der ETH Zürich und der Universitäten St. Gallen und Zürich im Auftrag des BAG.

Symposium «Online-Beratung, Blended Counseling, digitale Selbsthilfe» findet in Bern statt

An der Veranstaltung werden aktuelle Forschungserkenntnisse und Praxiserfahrungen mit Blended Counseling und digitalem Selbstmanagement in der Suchtberatung präsentiert. In einem Expert:innen-Podium diskutieren wir darüber, wie die Zukunft der Online-Suchthilfe gestaltet werden kann. Das Symposium findet am 16. Mai vor Ort in Bern statt. Melden Sie sich noch bis zum 9. Mai an!

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