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Spezialnewsletter Nr. 2 | Coronavirus

Liebe Leserin, lieber Leser

Die aktuelle Lage in Zusammenhang mit dem Coronavirus und die Informationen dazu verändern sich laufend. Die Angebote der Suchthilfe müssen sich deshalb an die neue Situation und die Vorgaben anpassen und den Kontakt mit den Betroffenen neu organisieren. Infodrog unterstützt Sie dabei mit verschiedenen Dienstleistungen und sammelt laufend Informationen, von denen Sie in unserem Spezialnewsletter erfahren.

Informationen für Betroffene

Wiedereröffnung Drug-Checking-Angebote

Die Drug-Checking-Angebote in Basel und Zürich sind wieder geöffnet. Es gelten spezielle Zutrittsbedingungen.

Befragung: COVID-19 und die Auswirkungen auf Substanzkonsum

Um besser zu verstehen, wie die COVID-19-Pandemie den Konsum psychoaktiver Substanzen und den illegalen Drogenmarkt in der Schweiz beeinflusst, hat Infodrog gemeinsam mit verschiedenen Fachstellen eine Umfrage gestartet. Sie richtet sich in erster Linie an Freizeitdrogenkonsumierende. Die Ergebnisse werden periodisch ausgewertet und auf der Website von Infodrog publiziert.

Angepasstes Angebot Kontakt- und Anlaufstellen

Die Kontakt- und Anlaufstellen haben ihr Angebot angepasst. Eine laufend aktualisierte Liste gibt Auskunft über die Einschränkungen. Auf suchtindex.ch finden Sie eine Karte mit Spritzen-/Hygieneautomaten, bei denen steriles Konsummaterial bezogen werden kann.

Infoflyer für Konsumierende

Ein Flyer informiert Konsumierende, die niederschwellige Einrichtungen besuchen, über Verhaltensregeln in der aktuellen Situation. Das Dokument wurde von der Stadt Zürich zur Verfügung gestellt und steht zum Download bereit. Sie dürfen die Kontaktangaben im Word-Dokument gerne verändern.

Vorsicht vor präparierten Cannabisprodukten

Aktuell werden auf dem Schwarzmarkt vermehrt Cannabisprodukte verkauft, die mit synthetischen Cannabinoiden behandelt wurden. Für die Konsumierenden sind damit grosse Risiken verbunden. Synthetische Cannabinoide können zu schweren Vergiftungen und Schäden führen; in Europa hat es bereits Todesfälle gegeben, die damit in Zusammenhang stehen. Den Cannabisprodukten ist nicht anzusehen, ob sie natürliche oder künstliche Wirkstoffe enthalten. Deshalb sind beim Konsum von Cannabis besondere Regeln zu beachten.

Informationen für Fachleute

Schutzkonzepte

Der Bundesrat hat entschieden, dass ab dem 27. April 2020 gewisse Betriebe und Geschäfte wiedereröffnet werden dürfen, sofern sie über ein Schutzkonzept verfügen. Musterkonzepte für Branchenorganisationen und für Unternehmen hat der Bund aufgeschaltet.

Taskforce «Sucht und COVID-19»

Die Taskforce koordiniert die Anliegen der Kantone, Städte und Institutionen im Bereich der Suchthilfeangebote und vermittelt sachdienliche Informationen und Beispiele guter Praxis.

Aktualisierte Empfehlungen des BAG für stationäre Institutionen

Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat seine «COVID-19: Informationen und Empfehlungen für Institutionen wie Alters- und Pflegeheime sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen» am 2. April 2020 aktualisiert.

Sucht und COVID-19: Handlungsempfehlungen für den Suchtbereich

Dieses Dokument fasst die Beobachtungen der Suchtfachleute vor Ort zusammen und schlägt konkrete Handlungsoptionen vor. Es fordert einerseits einen grösseren Schutz der Konsumierenden und der Suchtfachleute, andererseits eine grössere Flexibilität und Pragmatismus bei der Anwendung der Regeln.

Opioidagonistentherapie (OAT): Empfehlungen der SSAM

Wie können Praxen und Institutionen, die Opioidagonistentherapie (OAT) durchführen, mit den aktuellen Herausforderungen umgehen? Die Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft für Suchtmedizin (SSAM) liefern praxisorientierte Antworten.

Für Institutionsleitende: Wichtige Dokumente zum Coronavirus auf Insos

Empfehlungen des Bundes für Pflegeheime und für die Spitex, die laut BAG explizit auch für Institutionen für Menschen mit Behinderung gelten.

Infoset-Newsletter zur Coronakrise

Der April-Newsletter von Infoset zur aktuellen Lage im Zusammenhang mit dem Coronavirus informiert thematisch noch etwas breiter und beleuchtet auch internationale Aspekte.

COVID-19 und drogenkonsumierende Menschen: Austauschplattform der Groupe Pompidou des Europarats

Die Groupe Pompidou ruft dazu auf, zusammenzuarbeiten, um gemeinsam die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen und drogenkonsumierende Menschen und deren Kontaktpersonen vor Schaden zu schützen. Die Plattform bietet die Möglichkeit, eigene Praxisbeispiele zu teilen und voneinander zu lernen.

Beratung auf Distanz

Sichere Onlineberatung in Zeiten der Krise

Zum Schutz aller Beteiligten müssen die Suchtfachstellen vermehrt Distanzberatungen durchführen. Mit SafeZone.ch unterstützen wir per sofort lokale Fachstellen dabei, ihren Klienten und Klientinnen sichere Onlineberatungen anzubieten.

Für anonyme Anfragen aus der Bevölkerung ist die Onlineberatung von SafeZone.ch nach wie vor offen und zugänglich – für Betroffene und Angehörige.

Empfehlungen für datenschutzkonforme Kommunikation und Beratung

Die Coronakrise macht es erforderlich, sowohl die Kommunikation mit den Klienten und Klientinnen als auch den Austausch innerhalb der Institution oder den Teams online zu gestalten. Dies stellt die Suchtfachstellen vor Herausforderungen bei der Wahl von geeigneten Onlinetools.

Die Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Soziale Arbeit, hat einen Forschungs- und Arbeitsschwerpunkt im Bereich Blended Counseling und Onlineberatung. Sie gibt Empfehlungen ab, welche Tools sich für eine datenschutzkonforme Kommunikation eignen, und stellt fachliche Grundlagen und Handreichungen für die Umsetzung von Blended Counseling in der Praxis der Sozialen Arbeit bereit.

Mit virtuellen Selbsthilfegruppen durch die Corona-Pandemie

Die Stiftung Selbsthilfe Schweiz und die regionalen Selbsthilfezentren bieten ab sofort virtuelle Selbsthilfegruppen rund um das Thema Corona an und stellen eine Übersicht zu digitalen Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung.

Suchtberatung auf Distanz

Angesichts der Gesundheitskrise von COVID-19 und der Herausforderungen, die dies für von einem Suchtproblem betroffene Menschen und ihre Angehörigen darstellt, stellt die GREA eine Liste von Beratungs- und Unterstützungsangeboten für diesen speziellen Kontext zur Verfügung.

Informationen für die allgemeine Bevölkerung

Lockdown-Tipps für die Bevölkerung

Der Lockdown hat unser Leben umgekrempelt. Die Heimgebundenheit bringt neue Suchtgefahren mit sich, und bereits Abhängige werden mit neuen Problemen konfrontiert. Zur Krisenbewältigung bietet die Stiftung Sucht Schweiz drei «Survival Kits» für die zu Hause Ausharrenden, die Familien und die Jugendlichen. Gleichzeitig werden für Fachleute und die Medien Briefing Papers zu fünf Suchtbereichen ausgearbeitet.

COVID-19-Pandemie und illegale Drogen: die Situation könnte sich deutlich verändern

Die Verbreitung des Coronavirus und die Massnahmen der Behörden könnten die Situation im Bereich der illegalen Drogen deutlich verändern. In diesem Briefing Paper werden diesbezügliche Beobachtungen beschrieben und mögliche Szenarien für die kommenden Wochen und Monate vorgestellt.

Corona-Krise und Alkohol: Zuspitzung des Problemkonsums trotz Rückgang des Durchschnittskonsums

Während der Konsum in weiten Teilen der Bevölkerung zurückgehen dürfte, ist gemäss einer Lagebeurteilung von Sucht Schweiz ein Anstieg gerade bei jenen zu erwarten, die schon bisher problematisch tranken. Gefährdet sind Personen mit geringen sozialen oder finanziellen Ressourcen oder auch Menschen, die am stärksten einem Infektionsrisiko ausgesetzt sind wie das medizinische Personal.

Rauchen als Risikofaktor

Ist Rauchen ein Risikofaktor für einen schweren Verlauf und ein höheres Sterberisiko bei COVID-19? Lesen Sie die Antwort dazu und zu anderen häufig gestellten Fragen auf der Website des Bundesamtes für Gesundheit.

Mit Comics und Clips hilft Stopsmoking.ch durch die Coronakrise und animiert Raucherinnen und Raucher, die ausserordentliche Situation für einen Rauchstopp zu nutzen. «Tabakprävention und COVID-19» ist eine von der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz durchgeführte und vom Tabakpräventionsfonds (TPF) finanzierte Präventionsmassnahme.

Psychische Gesundheit

Auf der Website dureschnufe.ch finden Sie zahlreiche Tipps und Anlaufstellen rund um die psychische Gesundheit. Themen sind unter anderem Familie, Homeoffice, finanzielle Sorgen, Probleme zu Hause, Isolation und Einsamkeit.

inCLOUsiv – ein Begegnungsraum im Internet

Die Pro Mente Sana macht die Online-Plattform inCLOUSiv ab sofort öffentlich zugänglich. inCLOUSiv bietet regelmässige Beiträge rund um die psychische Gesundheit, Live-Chats mit Fachpersonen und Betroffenen zu aktuellen Themen sowie ein Forum, in welchem sich die User*innen untereinander austauschen können.

Die neu lancierte Plattform ermöglicht Raum für Dialoge und dringliche Fragen während der Corona Pandemie. Sie bietet insbesondere in dieser Zeit, wo der soziale Kontakt stark eingeschränkt ist, eine gute Möglichkeit, um Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen.

Allgemeine Informationen

Der Bund veröffentlicht fortlaufend Informationen und allgemeine Empfehlungen für die ganze Bevölkerung. Von den Kantonen kommen ebenfalls laufend Vorgaben und Empfehlungen, die zum Teil weiter und stärker ins Detail gehen als die Empfehlungen des Bundes.

Stopp das Virus! – Information in 15 Sprachen

Das Coronavirus betrifft uns alle - auch die fremdsprachigen Menschen in der Schweiz. Das Schweizerische Rote Kreuz hat die Informationen in 15 Sprachen übersetzt und eine multilinguale Plattform aufgebaut.

Berichte

COVID-19 – ein kurzer Ratgeber zur Unterstützung aller Akteure, die in Krisenzeiten öffentliches Handeln wirksam zu mobilisieren suchen

Auf der Grundlage von 10 wissenschaftlichen Erkenntnissen enthält dieser Ratgeber 10 praktische Tipps zur Mobilisierung von 3 Arten von Sozialverhalten: Schutz, Solidarität und Resilienz. Die durch die COVID-19-Krise verursachte «ausserordentliche Lage» mobilisiert zurzeit verschiedenste Akteure und Akteurinnen, um insbesondere vulnerablen Personengruppen Beistand und Hilfe zu leisten. Auch die Mitglieder des Nationalen Forschungsschwerpunktes «LIVES – Überwindung der Verletzlichkeit im Verlauf des Lebens» leisten dazu einen Beitrag.

Auswirkungen von COVID-19 auf Drogenkonsumierende sowie Suchthilfeangebote

Die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht EMCDDA bietet auf ihrer Website eine Übersicht über Wissensgrundlagen und internationale Publikationen zu den Auswirkungen von COVID-19 auf Drogenkonsumierende sowie auf die Anbieter von Suchthilfe.

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