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Frühintervention

Frühintervention bezeichnet beraterische, pädagogische, therapeutische oder medizinische Massnahmen in einem möglichst frühen Stadium der Problementwicklung. Ausgangspunkt für die Frühintervention ist eine festgestellte Gefährdungslage eines Individuums oder eines sozialen Systems. Frühintervention kann in verschiedenen Settings (Schule, Gemeinde, Familie, Freizeit, öffentlicher Raum etc.) und Problembereichen (Sucht, Gewalt, Delinquenz, soziale Desintegration etc.) bei Personen aller Altersklassen zur Anwendung kommen.

Mit den Strategien Sucht und Nichtübertragbare Krankheiten NCD des Bundesamtes für Gesundheit soll der transversale Ansatz der Früherkennung und Frühintervention (F&F) gestärkt und ausgeweitet werden. Dieser war bisher im Suchtbereich vor allem in Bezug auf gefährdete Kinder und Jugendliche von Bedeutung. Mit den neuen Strategien soll der F&F-Ansatz auf weitere Zielgruppen, Gefährdungen und Lebensphasen ausgeweitet werden. Infodrog trägt aktiv zur Verbreitung und Weiterentwicklung von F&F bei.

Update Gefährdungsmodell «supra-f»

Das BAG hat Infodrog damit beauftragt, das im Rahmen von supra-f entwickelte Psychosoziale Gefährdungsmodell zu aktualisieren mit dem Ziel, ein dem heutigen Wissensstand entsprechendes und erweitertes biopsychosoziales Modell zu erarbeiten. Das Update soll als Grundlage für die F&F-Aktivitäten innerhalb der verschiedenen Strategien des BAG sowie für die Praxisangebote dienen. Zur Erarbeitung dieser Grundlagen wurde ein Workshop mit ExpertInnen aus verschiedenen relevanten Fachbereichen durchgeführt. Erste Arbeitsergebnisse liegen im Herbst 2018 vor.

Multisystemische Familientherapie für gefährdete Jugendliche

Zur frühzeitigen Behandlung vulnerabler Jugendlichen haben sich multisystemische Familientherapien, die das gesamte Lebensumfeld der Betroffenen einbeziehen, besonders bewährt. Obwohl ein Bedarf an spezifischen Therapieprogrammen für gefährdete Jugendliche besteht, werden solche Therapieangebote bislang nur von einzelnen Institutionen angeboten. Infodrog unterstützt die Verbreitung multisystemischer Ansätze in der Schweiz.

Frühintervention im Nachtleben und Freizeitsetting

In Zusammenarbeit mit Fachleuten aus der Prävention und der Schadensminderung erarbeitet Infodrog Grundlagen, Instrumente und Schulungen zur Frühintervention bei problematischem Freizeitdrogenkonsum.

Kurzintervention

Kurzinterventionen sind dazu geeignet, Personen mit einem problematischen Substanzkonsum oder ungesunden Verhaltensweisen frühzeitig anzusprechen, sie für mögliche schädliche Auswirkungen zu sensibilisieren und für Veränderungen und weiterführende Hilfe zu motivieren.

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