Suchen

Präventionslexikon A-Z
A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Das betriebliche Gesundheitsmanagement fasst die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden als betriebliches Ziel zusammen und nimmt zur Umsetzung dessen Managementstrategien in Anspruch. Gesundheitsrelevante Faktoren werden gezielt im Betrieb optimiert. Die systematische Gestaltung der betrieblichen Prozesse und Strukturen schafft die Voraussetzungen für gesunde Mitarbeitende und trägt dadurch zum Unternehmenserfolg bei. Alle Funktionsgruppen beteiligen sich aktiv im Betrieb. Ihre Mitarbeit wird strukturell ermöglicht und ist Teil der Unternehmenskultur.

Das betriebliche Gesundheitsmanagement umfasst drei Säulen: Die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz, die betriebliche Gesundheitsförderung sowie das Abwesenheitsmanagement und das Case Management. Die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz sind für die Betriebe verpflichtend beziehungsweise gesetzlich verankert (bspw. durch Bestimmungen aus dem Arbeitsgesetz oder aus dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung). Massnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung sind freiwillig.

Die betriebliche Gesundheitsförderung umfasst alle systematischen Interventionen im Betrieb, die zur Senkung von gesundheitsrelevanten Belastungen sowie zur Vermehrung von Ressourcen und der Gesundheit der Mitarbeitenden beitragen. Abgestützt auf die Ottawa-Charta für Gesundheitsförderung resultieren die Auswahl und die Gestaltung der betrieblichen Interventionen und Strukturen aus partizipationsorientierten Kommunikationsprozessen, die alle Mitarbeitenden und Akteur:innen miteinbeziehen. Die dadurch entstehenden primärpräventiven und gesundheitsförderlichen Effekte werden durch gleichzeitige und aufeinander abgestimmte Veränderungen der Ergonomie, der Organisation, des Sozialklimas und des individuellen Verhaltens erreicht. Beispiele dafür können flexible Arbeitszeitmodelle, Bewegungsangebote am Arbeitsplatz, Tabakprävention am Arbeitsplatz sowie gesunde Ernährungsangebote in der Kantine sein.

[erstellt am 29.01.2022]

Quellen

Bluem-Rüegg, A. (Hrsg.) (2018): Betriebliches Gesundheitsmanagement: Grundlagen und Trends. Bericht 7. Bern und Lausanne. Gesundheitsförderung Schweiz. https://gesundheitsfoerderung.ch/assets/public/documents/de/5-grundlagen/publikationen/bgm/berichte/Bericht_007_GFCH_2018-11_-_BGM_-_Grundlagen_und_Trends.pdf, Zugriff, 28.03.2022

Gesundheitsförderung Schweiz (2020): Ihr Einstieg ins betriebliche Gesundheitsmanagement. Bern und Lausanne. Gesundheitsförderung Schweiz. https://gesundheitsfoerderung.ch/assets/public/documents/de/5-grundlagen/publikationen/bgm/Ihr_Einstieg_ins_betriebliche_Gesundheitsmanagement.pdf, Zugriff 10.09.2021.

Gesundheitsförderung Schweiz (2021): Quint-essenz.ch - Glossar. quint-essenz: Glossar, Zugriff 10.09.2021.

Unsere Aktivitäten

Weiterführende Informationen

Nach oben

Infodrog

Schweizerische Koordinations-
und Fachstelle Sucht

Eigerplatz 5
3007 Bern

+41 (0)31 376 04 01