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Biopsychosoziales Gesundheitsmodell

Das biopsychosoziale Gesundheitsmodell, welches auf den amerikanischen Internisten und Psychiater George L. Engler zurückgeht, besagt, dass biologische, psychische sowie soziale Faktoren an der Förderung von Gesundheit beziehungsweise der Verhinderung von Krankheit beteiligt sind. wobei die bestehenden Wechselwirkungen zwischen den Faktoren die Gesundheit fördern oder beeinträchtigen können.

Die biologischen Faktoren umfassen unter anderem körperliche Aspekte wie die Genetik, allfällige Verletzungen oder die körperliche Fitness. Das Verhalten, die emotionale Stabilität sowie die Einstellung einer Person gehören zu den psychischen Faktoren, während die soziale Unterstützung, das Bildungsniveau sowie der ökonomische Status sich unter den sozialen Faktoren subsumieren lassen.

Das biopsychosoziale Gesundheitsmodell hebt neben den biologischen und psychologischen Einflüssen insbesondere die Bedeutung der sozialen Faktoren hervor, welche für die Prävention, Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation von Krankheiten relevant sind.

Eine Suchterkrankung kann ebenfalls als ein bio-psycho-soziales Phänomen verstanden werden, da sie Auswirkungen auf den Körper, die Psyche und das soziale Umfeld von Betroffenen hat und sowohl durch individuelle körperliche und psychische Faktoren als auch durch gesellschaftliche Rahmenbedingungen entstehen kann. Eine Suchterkrankung tritt in allen Altersklassen sowie unabhängig vom soziokulturellen Status auf.

Quellen:

Egger J. (2015): Das biopsychosoziale Krankheits- und Gesundheitsmodell. In: Integrative Verhaltenstherapie und psychotherapeutische Medizin. Integrative Modelle in Psychotherapie, Supervision und Beratung. Springer, Wiesbaden. https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-658-06803-5_3

BAG – Bundesamt für Gesundheit. (2021): Prävention in der Gesundheitsversorgung (PGV). Ansatz und Aufgaben. Bern: BAG. https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/npp/pgv/pgv-broschuere.pdf.download.pdf/BAG_PGV_Broschuere_DE_web_210510.pdf, Zugriff 28.08.2023.

BAG – Bundesamt für Gesundheit (2015): Nationale Strategie Sucht 2017–2024. Bern: BAG. https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/nat-gesundheitsstrategien/nationale-strategie-sucht/stategie-sucht.pdf.download.pdf/Nationale%20Strategie%20Sucht.pdf, Zugriff 28.08.2023.

Zitiervorschlag

Infodrog (JJJJ). Biopsychosoziales Gesundheitsmodell. Präventionslexikon: https://www.infodrog.ch/de/wissen/praeventionslexikon/biopsychosoziales-gesundheitsmodell.html, Zugriff 30.05.2024.

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