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Drug Checking

Drug-Checking-Angebote sind Teil der Schadensminderung und richten sich an Konsumierende von psychoaktiven Substanzen. Drug Checking gibt es als mobiles (in Clubs oder an Festivals) oder ambulantes Angebot (Walk-In-Service) und umfasst eine chemische Substanzanalyse sowie eine obligatorische persönliche Beratung. Das Angebot des Drug Checkings ist akzeptanzorientiert, niederschwellig, für die Klient:innen kostenlos und hauptsächlich auf Konsumierende von Freizeitdrogen ausgerichtet. In der Schweiz existieren Drug-Checking-Angebote in Bern, Zürich, Basel, Genf, Luzern und Biel.

Die chemische Analyse der Substanzen erfolgt durch spezialisierte Labors. Die Testresultate werden den Klient:innen persönlich, telefonisch oder per E-Mail mitgeteilt. Wenn sich bei der Analyse unerwartete Substanzen (z. B. unbekannte Substanzen, Falschdeklarationen, pharmakologisch wirksame oder potenziell gesundheitsgefährdende Streckmittel) oder ungewöhnlich hohe Dosierungen zeigen, werden entsprechende Warnungen erstellt, welche auf szenerelevanten Websites publiziert werden.

Drug Checking ist darauf ausgerichtet, der oftmals versteckten Gruppe von Freizeitdrogen-Konsumierenden Zugang zu präventiven und schadensmindernden Angeboten zu ermöglichen. Neben der Möglichkeit, Zugang zu Konsument:innen von Freizeitdrogen zu erhalten, tragen Drug-Checking-Angebote dazu bei, Trends und Dynamiken des illegalen Drogenmarktes und des Konsums von illegalen Substanzen besser zu verstehen. Drug Checking erfolgt sowohl hinsichtlich der Beratung , der Risikoeinschätzung, der Kommunikation der Ergebnisse und der Laboranalysen systematisch und standardisiert.

[erstellt am 18.02.2022]

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