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Gesundheits-Krankheits-Kontinuum

Das Gesundheits-Krankheits-Kontinuum ist eng verbunden mit dem Gesundheitsmodell der Salutogenese und bringt die Vorstellung zum Ausdruck, dass Gesundheit und Krankheit keine sich gegenseitig ausschliessenden, dichotomen Zustände sind, sondern vielmehr ein Spektrum von gesunden und kranken Anteilen, die jeder Mensch in sich trägt. Ein Individuum ist so nicht ausschliesslich gesund oder krank, sondern bewegt sich auf dem Kontinuum von Gesundheit und Krankheit zwischen den Polen der «vollständigen Gesundheit» und der «absoluten Krankheit».

Die Positionierung eines Individuums auf dem Gesundheits-Krankheits-Kontinuum wird aus der Sicht aktueller salutogenetischer Gesundheitsmodelle bestimmt durch ein prozesshaftes und reziprokes Zusammenspiel zwischen personalen (internen) und umweltbezogenen (externen) Ressourcen und Anforderungen sowie dem Gesundheits- wie Copingverhalten eines Menschen. Gesundheit – oder Krankheit – ist damit keine statische Konstante, sondern das Resultat einer Interaktion von biologischen, psychischen, sozialen und physikalischen Risiko- und Schutzfaktoren, deren jeweilige Konfiguration auch von der gegenwärtigen Lebenslage und -phase einer Person abhängt.

Quellen

Faltermaier, T. (2018): Salutogenese und Ressourcenorientierung. S. 85-98. In: C.-W. Kohlmann et al. (Hrsg.), Psychologie in der Gesundheitsförderung. Bern: Hogrefe.

Franzkowiak, P. (2018): Gesundheits-Krankheits-Kontinuum. In: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Leitbegriffe der Gesundheitsförderung. https://www.leitbegriffe.bzga.de/alphabetisches-verzeichnis/gesundheits-krankheits-kontinuum/, Zugriff 10.12.2018.

Kaba-Schönstein, L. (2018): Gesundheitsförderung 1: Grundlagen. In: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Leitbegriffe der Gesundheitsförderung. https://www.leitbegriffe.bzga.de/alphabetisches-verzeichnis/gesundheitsfoerderung-i-definition-ziele-prinzipien-handlungsebenen-und-strategien/, Zugriff 10.12.2018.

Kolip, P./Abel, T. (2018): Gesundheitsförderung. S. 165-169. In. M. Egger et al. (Hrsg.), Public Health kompakt. Berlin/Boston: Walter de Gruyter.

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