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Risiko- und Schutzfaktorenkonstellation

Der Begriff der Risiko- und Schutzfaktorenkonstellation verdeutlicht, dass Risiko- und Schutzfaktoren nicht gesondert betrachtet werden dürfen, sondern dass es zwischen ihnen komplexe Wechselwirkungen gibt. Die Gefährdung einer Person kann nicht ausschliesslich anhand ihrer Risikofaktoren beurteilt werden. Auch Schutzfaktoren sind zu beachten, die das Auftreten eines Problems verhindern können. Die jeweilige Konfiguration von Risiko- und Schutzfaktoren ist individuell verschieden, variiert über die Zeit und kann sich unterschiedlich auswirken. Ebenfalls epigenetische Prozesse müssen dabei berücksichtigt werden, bei denen z. B. eine bestimmte Umweltsituation oder ein Verhalten Rückwirkungen auf die genetische Ausstattung einer Person hat.

In der NCD-Strategie wird der Oberbegriff «Einflussfaktoren» (Gesundheitsdeterminanten) für Risiko- und Schutzfaktoren verwendet, die das Auftreten einer Krankheit beeinflussen.

Quellen

König, M./Bachmann, A./Hoppler, J. (2021): Das multifaktorielle Modell zur Früherkennung und Frühintervention F+F. Bericht und Glossar. Bern: Infodrog

[aktualisiert am 16.04.2021]

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