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Strukturelle Rahmenbedingungen

Strukturelle Rahmenbedingungen sind relativ dauerhafte Bedingungen, welche einen Einfluss auf die Situation und  Gesundheit eines Individuums haben können. Sie drücken sich aus durch (sozial-)politische und sozioökonomische Lebenskontexte, gesellschaftliche Realitäten ( Chancengleichheit bzw. -ungleichheit), formale Organisationsstrukturen (z. B. Betrieb, Schule, Kita), regionale Situationen (z. B. Kommune, Stadtteil, Quartier), strukturelle Merkmale aufgrund der Lebenslage (z. B. dysfunktionales Familienklima, Altersarmut), Werte und Rollenbilder innerhalb einer Gesellschaft bzw. durch eine Kombination dieser Merkmale.

Der sogenannte Settingansatz in der Gesundheitsförderung fokussiert «die Lebenswelt von Menschen und damit die Rahmenbedingungen, unter denen Menschen leben, lernen, arbeiten und konsumieren. Er ist eine Antwort auf die beschränkten Erfolge traditioneller Gesundheitserziehungsaktivitäten, die sich mit Information und Appellen an Einzelpersonen wenden. Es wird der Erkenntnis Rechnung getragen, dass Gesundheitsprobleme einer Bevölkerungsgruppe das Resultat einer wechselseitigen Beziehung zwischen ökonomischer, sozialer und organisatorischer Umwelt sowie persönlicher Lebensweise sind.» (zitiert nach www.leitbegriffe.bzga.de).

Quellen

König, M./Bachmann, A./Hoppler, J. (2021): Das multifaktorielle Modell zur Früherkennung und Frühintervention F+F. Bericht und Glossar. Bern: Infodrog

[zuletzt aktualisiert am 16.04.2021]

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