Jugendliche und Risikominimierung
KnowYourChoice: Eine kampagne für Jugendliche zum Thema Selbstmanagement und Risikominimierung
Infodrog hat in Zusammenarbeit mit Jugendlichen im Alter von 15 bis 20 Jahren, die das Motivationssemester (SeMo) besuchen, die Sensibilisierungskampagne KnowYourChoice entwickelt. Dieses Projekt umfasst eine Website (knowyourchoice.ch), eine Kampagne auf den sozialen Medien TikTok und Instagram sowie eine Schulung für Fachleute, die mit 15- bis 20‑jährigen Jugendlichen arbeiten.
Das Pilotprojekt in der Westschweiz
Im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) führt Infodrog ein Pilotprojekt zur Risikominimierung, Frühintervention und Selbstmanagement des Konsums von Substanzen (Alkohol, Tabak/Nikotin, Cannabis, Medikamente) bei Jugendlichen im Alter von 15 bis 20 Jahren in der Westschweiz durch. Dieses Pilotprojekt zielt darauf ab, die Selbstmanagementkompetenzen zu stärken und die 15- bis 20-Jährigen für die verschiedenen Safer Use-Botschaften und deren Umsetzung beim Konsum psychoaktiver Substanzen wie Nikotin, Cannabis, Alkohol und Medikamente zu sensibilisieren sowie Fachpersonen ausserhalb des Suchthilfebereichs für die Konzepte der Frühintervention, Risikominimierung und Selbstmanagement zu sensibilisieren.
Im Rahmen dieses Projekts wurden Diskussionsgruppen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen durchgeführt, die das SeMo besuchen, um gemeinsam nächste Schritte festzulegen. Aus diesen Gesprächen sind folgende Bedürfnisse hervorgegangen:
Kampagnen auf den sozialen Medien
TikTokEine Weiterbildung für Fachleute, die in engem Kontakt mit 15-20-jährigen Jugendlichen stehen.
Trotz des grossen Interesses an einem solchen Projekt in der Deutschschweiz ist es aufgrund fehlender Finanzierung derzeit nicht auf Deutsch verfügbar.
2025 beauftragte Infodrog Interface mit der Evaluation des Pilotprojekts Know Your Choice und der Ausarbeitung von Verbesserungsvorschlägen und Empfehlungen. Die Evaluation liegt in französischer Sprache vor.
Zur Kampagne auf TikTok und auf Instagram
TikTokWeitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der französischsprachigen Seite von Infodrog:
Agenda
Selbstorganisierter Ausstieg aus der Sucht – Was können Therapeut:innen und Beratende davon lernen?
Veranstalter: Fachverband Sucht
Leistungsorientierte Suchttherapie LOS – Leistungsbereitschaft und Zielstreben im Suchtberatungs- und -therapieprozess
Veranstalter: Fachverband Sucht
Dauer: 6. & 7. November 2026
News rund um das Thema Jugendliche
Erste Ergebnisse Cannabispilotprojekt Lausanne
Mehr als 1750 Erwachsene aus Lausanne haben sich für das Projekt Cann-L angemeldet, und jede Woche kommen neue hinzu. Zwei Jahre nach Eröffnung der Verkaufsstelle fällt die Bilanz sehr positiv aus: Die grosse Mehrheit der Teilnehmenden hat den illegalen Markt verlassen, der Cannabiskonsum nimmt ab, fast hundert Personen haben Kontakt zu einem Arzt aufgenommen, und die verkauften Produkte sind im Durchschnitt weniger stark als die auf dem Schwarzmarkt. Letzterer hat insgesamt zwei Millionen Franken Umsatz eingebüsst,
Bericht: Coordination nationale Housing First 2025
Am 27. November 2025 fand in Bern, im Bundesamt für Gesundheit, die dritte Coordination nationale für Housing-First-Projekte aus allen Sprachregionen der Schweiz statt. Im Zentrum standen die Auswirkungen des zunehmend angespannten Wohnungsmarkts auf Housing-First-Projekte: Finanzielle, personelle und zeitliche Ressourcen reichen vielerorts kaum aus, um bestehende Angebote aufrechtzuerhalten, geschweige denn neue Housing‑First‑Projekte aufzubauen. Im Tagungsbericht von Infodrog können Sie die Inhalte nachlesen.
Plattform Vorsicht Manosphere!
Die Manosphere ist ein Sammelbegriff für Räume im Internet, in denen eine naturgegebene Geschlechterordnung und dominante Männlichkeit vertreten und verteidigt werden. Sogenannte Manfluencer machen Frauen, Feminismus und Gleichstellung dafür verantwortlich, dass sich viele Männer heute verunsichert und provoziert fühlen. Der prominenteste Vertreter ist Andrew Tate. Die Plattform Vorsicht Manosphere! bietet Wissen und Orientierung für Eltern, familiäre Bezugspersonen und Fachkräfte.