Newsletter | Januar 2026

NEWS
Januar 2026

Die besten Wünsche für 2026!

Das gesamte Team von Infodrog wünscht Ihnen einen wunderbaren Start ins Jahr 2026 voller Energie und Erfolg.

SuchtMagazin 6/2025: Prägung – Risiken – Lösungsansätze

Wie gelingt Suchthilfe für LGBT-Personen? Inwiefern geht ein Zürcher Projekt neue Wege mit dem Anabolika-Drug-Checking? Und wie hängen negative Kindheitserfahrungen mit einer späteren Suchterkrankung zusammen? Diese und weitere spannende Themen werden im aktuellen SuchtMagazin behandelt.

Neue Infografik – Leistungen von Infodrog auf einen Blick

Eine neue Infografik zeigt die Leistungen von Infodrog im Auftrag des BAG auf einen Blick.

Tagung zu Mischkonsum bei Jugendlichen: es gibt noch letzte freie Plätze

Tagung «Mischkonsum bei Jugendlichen: News aus Forschung und Praxis» vom 29.01.2026 vermittelt den aktuellen Wissensstand sowie Beobachtungen aus der Praxis zum Substanzkonsum bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Der Fokus liegt auf der zunehmenden Bedeutung sedierender Substanzen, neuen digitalen Kontaktformen sowie innovativen Ansätzen. Es gibt noch freie Plätze.

POLITIK

Handyverbot an Schulen: Freiburg will ein Verbot

Kein Handy mehr, auch nicht in der Pause. Und das während der gesamten Schulzeit – von der 1. Klasse bis ins Gymnasium: Das Freiburger Kantonsparlament will einen komplettes Smartphone-Bann in den Schulen: «Die Kinder sind ständig abgelenkt. Es geht um die Gesundheit der Jugend», betonte Francine Defferrard (Mitte).

ALKOHOL

Der Streit um die Alkohol-Empfehlungen

Der Bund will neue Empfehlungen zum Alkoholkonsum veröffentlichen. Dafür stützt er sich auf die Richtlinien der Weltgesundheits­organisation WHO. Diese besagen, dass bereits moderater Konsum von Alkohol gesundheitsschädlich sein kann. Doch diese Empfehlung will der Ständerat nicht einführen. Insbesondere soll der Bund die Fertigstellung der laufenden UNATI-Studie abwarten. In dieser Studie werden die Zusammenhänge zwischen Alkohol und Gesundheit untersucht. Sie läuft noch drei Jahre.

STRASSENVERKEHR

sicher-unterwegs.ch – Neue Wissensplattform zur Verkehrssicherheit

Mit www.sicher-unterwegs.ch lanciert «Am Steuer Nie» eine neue Wissensplattform zur Verkehrssicherheit. Die Seite bietet aktuelle, verlässliche Informationen und praktische Tipps zu typischen Risiken, wie etwa Alkohol, Müdigkeit, Ablenkung, Medikamente und andere psychoaktive Substanzen.

Auch dieses Jahr: Mit Nez Rouge sicher nach Hause

Nez Rouge will die Anzahl der durch reduziertes Fahrvermögen (Müdigkeit, Alkohol, Drogen, Medikamente usw.) verursachten Verkehrsunfälle verringern. Damit Nez Rouge die Dienstleistungen erbringen können, brauchen sie zahlreiche Freiwillige. Nez Rouge freut sich über neue Fahrer:innen (für Nachtfahrten bei winterlichen Verhältnissen), Begleitpersonen sowie Freiwillige für die Telefonzentralen.

WEITERE SUBSTANZEN & SUBSTANZÜBERGREIFENDE INFOS

Europas Kokainproblem und die Rolle der Schweiz

Fast 40 Kilogramm Kokain wurden im Tessin auf der Autobahn A2 bei Capolago in einem Auto gefunden. 30 Kilogramm waren wenige Tage zuvor in einem anderen Auto in Novazzano entdeckt worden.  Ende November waren in der Schweiz zudem sechs Mitglieder einer internationalen Bande festgenommen worden, die mutmasslich über eine Tonne Kokain von Südamerika nach Europa schmuggelte. Eine Expertin für organisierte Kriminalität erklärt: Die gestiegene Zahl von Kokain-Konsument:innen hat die Produktion in Südamerika angekurbelt. Die Schweiz spiele dabei eine wichtige logistische Rolle.

Synthetische Opioide – bald auch in Zürich?

Der Konsum synthetischer Opioide wie Fentanyl nimmt weltweit zu. Fachleute gehen davon aus, dass solche Substanzen früher oder später auch in der Schweiz vermehrt auftauchen werden. Um darauf vorbereitet zu sein, hat die Stadt Zürich einen Massnahmenplan ausgearbeitet. Zu den Hintergründen des Massnahmenplans, den Gefahren sowie möglichen Präventions- und Therapiemöglichkeiten der synthetischen Opioide berichtet Dominique Schori, Co-Leiter des Drogeninformationszentrums Zürich, im Interview mit ges.UND?.

FORSCHUNG & STATISTIK

Analyse der OAT-Patient:innen in der Schweiz

Insgesamt wurden 1 502 Teilnehmende analysiert mit folgenden Ergebnissen: 97,2 % gaben an, im Laufe ihres Lebens Heroin konsumiert zu haben, wobei 73,2 % eine Vorgeschichte mit intravenösem Drogenkonsum hatten. Der fortgesetzte illegale und intravenöse Drogenkonsum ging im Laufe der Zeit zurück, während sich die verschriebene OAT von Methadon zu langwirksamem Morphin und Diacetylmorphin verlagerte. Die Resultate unterstreichen die Notwendigkeit, die OAT-Dienste von einem suchtorientierten Modell zu einer umfassenden chronischen Versorgung für eine alternde und hochgradig gefährdete Bevölkerungsgruppe weiterzuentwickeln.

Globaler Stand der Schadensminderung: Aktualisierung der wichtigsten Daten für 2025

Der aktuelle Bericht zeigt die wichtigsten Entwicklungen in der Schadensminderung. Der vollständige Bericht wird alle zwei Jahre veröffentlicht, wobei zwischen den einzelnen Ausgaben Aktualisierungen zu den wichtigsten Daten veröffentlicht werden. Dieses Update fasst auch die wichtigsten Entwicklungen im Bereich der Schadensminderungsdienste, der Finanzierung und der Drogenpolitik seit der Veröffentlichung der neunten Ausgabe des Berichts im November 2024 zusammen.

Alkohol-Mindestalter und Bildungsentwicklung

Alkoholkonsum kann die Entwicklung Jugendlicher negativ beeinflussen. Dieses Risiko lässt sich durch ein höheres Mindestalter für den Alkoholerwerb reduzieren, wie eine Untersuchung der Daten bei spanischen Jugendlichen zeigt. Der Alkoholkonsum bei Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren sank um 7 bis 17 % und die Prüfungsleistungen verbesserten sich um 4 % der Standardabweichung. Ausserdem wurde auch einen Rückgang des Konsums von Anxiolytika und Hypnosedativa um 10 % beobachtet, was auf eine Verbesserung der psychischen Gesundheit hindeutet.

PRÄVENTION | F&F

Broschüre: Handmethode

Du hast im Rahmen deiner beruflichen Tätigkeit regelmässig mit Jugendlichen zu tun? Du bist überzeugt, dass es den allermeisten gut geht, aber manchmal beunruhigen dich die Aussagen oder das Verhalten einzelner Jugendlicher? Du würdest gerne handeln, deine Zweifel beseitigen, weisst jedoch nicht, wo anfangen? Die neue Broschüre von Voilà bietet nun auch auf Deutsch Orientierung. Die darin vorgestellte «HAND»-Methode hilft, zu erkennen, wenn sich Jugendliche in verletzlichen Situationen befinden, und sie gegebenenfalls zu unterstützen.

Video Sportwetten

Ein aktuelles Video des Geldspielpräventionsprogramms Spielen ohne Sucht zeigt eine Gegenüberstellung von Wett-Taktiken und Erklärung von Wettquoten, um zu verstehen, warum sich langfristig kein Geld mit Sportwetten verdienen lässt. Auf der Website finden sich zudem weitere Informationsmaterialen zum Thema.

DIVERS

Digital Streetwork – ein Pilotprojekt, das Hoffnung gibt

Seit drei Monaten läuft ein Pilotprojekt, das es so zuvor in der Schweiz noch nie gegeben hat: das erste Digital-Streetwork-Angebot. Zwei Frauen und ein Mann, die für die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi arbeiten, sollen Jugendliche dort erreichen, wo klassische Jugendarbeit an ihre Grenzen stösst: mitten in den sozialen Medien. Ihr Auftrag besteht darin, zu verhindern, dass junge Menschen in extremistische, diskriminierende oder rassistische Onlinewelten abgleiten.

Public Health Index – die Schweiz auf dem letzten Platz

Tabak, Alkohol, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel: Der Public Health Index (PHI) zeigt erstmals, wie europäische Länder gegen die größten Risikofaktoren vorgehen. Die Ergebnisse zeigen, wo die Schweiz im europäischen Vergleich bei Gesundheitsschutz steht und offenbart eine schlechte Platzierung: in den vier Handlungsfeldern ist die Schweiz im untersten Viertel und belegt insgesamt den letzten Platz.

VERANSTALTUNGEN
Die laufend aktualisierte Agenda mit Veranstaltungen aus dem Suchtbereich finden Sie direkt auf den Seiten von Infodrog.

STELLENANGEBOTE
Beachten Sie auch unsere Stellenangebote, eine Kooperation mit dem Verein sozialinfo.ch

REDAKTION

Deutschschweiz

Dr. Walter Rohrbach