News
Bund soll auf Crack-Problematik reagieren
Nationalrätin Laura Gantenbein thematisiert mit einer Interpellation die Crack-Problematik auf nationaler Ebene. Sie fragt den Bundesrat unter anderem, wie die Nationale Strategie Sucht und der aktuelle Massnahmenplan auf die Herausforderungen durch Crack reagieren und ob zusätzliche Massnahmen notwendig sind.
Bericht | Monitoring der stationären Einrichtungen im Suchtbereich (Daten 2025)
Infodrog hat soeben den Bericht «Monitoring der stationären Suchthilfeeinrichtungen (Daten 2025)» veröffentlicht. Der Bericht zeigt die Entwicklung der Anzahl verfügbarer Plätze, der tatsächlichen Belegung und der durchschnittlichen Auslastung in stationären Therapieeinrichtungen und begleiteten Wohnangeboten auf. Für das Jahr 2025 zeigt er, dass sich die Auslastung der Plätze in den stationären Therapieangeboten bei 87 % stabilisiert hat. Die begleiteten Wohnangebote weisen mit 93 % weiterhin eine hohe Auslastung auf.
Bundesrat will Jugendschutz auf Social Media stärken
Der Bundesrat will Kinder und Jugendliche auf grossen Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen besser schützen. Geplant sind neue Vorgaben für sehr grosse Plattformen: Diese sollen Risiken für Minderjährige analysieren und Massnahmen zu deren Reduktion ergreifen. Zudem soll personalisierte Werbung auf Basis von Profiling für Minderjährige verboten werden. Das Gesetz über Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen soll bis Juni 2027 ausgearbeitet werden.
E-Zigaretten zur Tabakentwöhnung: aktualisierter Cochrane-Review liefert neue Evidenz
Ein aktualisierter Cochrane-Review bestätigt, dass nikotinhaltige E-Zigaretten die Chancen auf einen erfolgreichen Rauchstopp erhöhen können. Sie erwiesen sich in den ausgewerteten Studien als wirksamer als klassische Nikotinersatzprodukte wie Pflaster oder Kaugummis. Die Autor:innen betonen jedoch, dass sich die Ergebnisse auf regulierte nikotinhaltige E-Zigaretten beziehen und weitere Erkenntnisse zu langfristigen Auswirkungen nötig sind. [cochrane.org], [cochrane.org]
Positionspapier Drug Checking: GREA fordert flexiblen nationalen Rahmen
Die GREA hat gemeinsam mit Westschweizer Organisationen ein Positionspapier zum Drug Checking veröffentlicht. Darin wird gefordert, den lokalen Fachstellen genügend Spielraum für bedarfsgerechte Angebote zu lassen, mobile Analysegeräte stärker anzuerkennen und das nationale Monitoring weiterzuentwickeln. Zudem sollen die im Drug Checking erhobenen Daten verstärkt zur Früherkennung und für Warnsysteme genutzt werden.
Rausch und Realität: Suchthilfe zwischen neuen Risiken und gemeinsamer Verantwortung
Am Wahrendorff-Symposium «Rausch und Realität» diskutierten Fachpersonen aus Suchthilfe, Psychiatrie und Eingliederungshilfe über Versorgungslücken, Schadensminderung und die Zusammenarbeit verschiedener Hilfesysteme. Begleitend warnt Dr. Jan Michaelsen vor neuen synthetischen Opioiden, gefälschten Medikamenten und einem wachsenden Konsum von Opioiden und Beruhigungsmitteln bei jungen Menschen.
Agenda
Suchtstigma im Wandel: Evidenz, Praxis, Perspektiven: 20. Wissenschaftliches Gespräch der DG Sucht
Veranstalter: Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie e.V. 2026 (DG Sucht)
Dauer: 21. -23. Oktober 2026
65. DHS Fachkonferenz Sucht 2026: Öffentlicher Raum & Verborgene Welten
Veranstalter: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS)
Dauer: 27. & 28. Oktober 2026
55. SVA – Davoser Kongress: Sucht – «Die leise Macht von Sehnsucht»
Veranstalter: Schweizerischer Verband Medizinischer Praxisfachpersonen (SVA)
Dauer: 30. Oktober – 1. November 2026
Themen
Substanzwarnungen
Werden im Drug Checking Substanzen mit hoher Dosierung, unerwarteten Inhaltsstoffen oder Falschdeklarationen festgestellt, wird eine entsprechende Warnung veröffentlicht. Die Warnungen informieren über besondere Risiken und unterstützen einen risikobewussten Umgang mit psychoaktiven Substanzen.
Suchtindex
Adressen der Suchthilfeangebote in der Schweiz: Beratung, Therapie, Entzug, Schadensminderung, Selbsthilfegruppen, Elternvereinigungen
SafeZone.ch
Onlineberatung bei Fragen zu Drogen, Alkohol und Suchtproblemen – kostenlos und anonym
SuchtMagazin
Fachzeitschrift für Suchtarbeit und Suchtpolitik mit 6 Ausgaben pro Jahr zu einem Schwerpunktthema
QuaTheDA
QuaTheDA steht für Qualität Therapie Drogen Alkohol und ist die Qualitätsnorm des Bundesamts für Gesundheit für die Suchthilfe, Prävention und Gesundheitsförderung.
Alter und Sucht
Nationale Wissensplattform Alter und Sucht