Alle News im Überblick
Kokain auf Rezept soll Crack-Probleme lindern
Der Konsum von Crack boomt und setzt Schweizer Städte unter Druck. Nun geht Genf neue Wege: Schwerstabhängige sollen Kokain unter ärztlicher Aufsicht erhalten: «Eine Legalisierung steht nicht zur Diskussion. Wir wollen suchtkranke Menschen von der Strasse holen und sie therapeutisch begleiten, um die offene Szene auszudünnen», sagt Daniele Zullino, Leiter der Suchtpsychiatrie am Genfer Universitätsspital. Das Projekt wird in anderen Städten wie Basel und Bern aufmerksam verfolgt. Zürich prüft derzeit eine eigene Studie, wie die Stadt bestätigt.
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Zwei Mütter erzählen, wie sie die Suchterkrankung ihrer Kinder erleben
Zwei Buben, sie kennen sich nicht, doch ihr Lebensweg ähnelt sich: Beide wuchsen behütet auf, kamen in der Schule gut mit und hatten Freunde. Doch als Teenager rutschten sie in die Drogensucht. Seit Jahren prägt die Suchterkrankung der beiden Männer das Leben ihrer Eltern. Ihre Mütter Anita und Regula erzählen, wie sie um ihre Kinder kämpfen, um sie bangen, hoffen, loslassen und gleichwohl nie die Liebe zu ihnen verlieren.
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Häusliche Gewalt und Sucht: Empfehlungen
Häusliche Gewalt und Sucht treten häufig gemeinsam auf, werden jedoch oft nicht gleichzeitig erkannt oder thematisiert. Beide Themen sind gesellschaftlich stark stigmatisiert und werden oft aus Scham, Angst oder Loyalitätskonflikten verschwiegen. Gerade ihre wechselseitige Verstrickung bleibt dabei häufig unerkannt – mit gravierenden Folgen für Betroffene. Bereits 2015 wurden erstmals Empfehlungen zur Dualproblematik Häusliche Gewalt und Sucht veröffentlicht. Diese wurden nun überarbeitet und an aktuelle Erkenntnisse und Bedürfnisse aus der Praxis angepasst.
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Deutschland: Begleitetes Trinken ab 14 Jahren soll abgeschafft werden
Jugendliche dürfen in Deutschland regulär ab 16 Jahren Bier, Wein und Sekt trinken. Eine Ausnahmeregel erlaubt allerdings, diese Getränke schon mit 14 oder 15 Jahren in Gaststätten und Geschäften zu kaufen und zu verzehren, wenn eine sorgeberechtigte Person dabei ist. Diese Regel soll nun gestrichen werden.
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Lungenkrebs-Früherkennung für Raucherinnen und Raucher
Menschen mit starkem Zigarettenkonsum haben ein erhöhtes Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Ab April 2026 wird es deshalb für aktive und ehemalige starke Raucherinnen und Raucher im Alter von 50 bis 75 Jahren ein Angebot auf Lungenkrebs-Früherkennung geben. Ziel der Früherkennung mittels Niedrigdosis-Computertomografie (Niedrigdosis-CT) ist es, Lungenkrebs schon im frühen Stadium zu erkennen.
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Jahresberichte ags
In der Suchtberatung der Aargauische Stiftung Suchthilfe (ags) wurden 2025 2’421 Klienti:nnen begleitet, davon 1’275 Neumeldungen. Neben Alkoholproblemen zeigte sich insbesondere beim Kokainkonsum eine zunehmende Relevanz. Auch Verhaltensabhängigkeiten gewannen an Bedeutung. Auffällig bleibt der hohe Anteil an Angehörigen, die Unterstützung suchen. Gemeinsam mit Partnerorganisationen (BZBplus, PDAG) wurde ein Pilotprojekt zur Führung eines «Intensiven Case Managements (ICM)» vorbereitet, das ab 2026 insbesondere Patient:innen der PDAG mit komplexen Krankheitsbildern (mehrere Erkrankungen) besser unterstützen soll.
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Veranstaltungen
Hypersexualität inklusive Pornografiekonsum – Grundlagen und Therapie
Veranstalter: Fachverband Sucht
Grundlagen der Fetalen Alkoholspektrumstörung (Zürich)
Veranstalter: Fachverband Sucht
Fachseminar: Esstörungen
Veranstalter: Hochschule für Soziale Arbeit FHNW