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Computerspielsucht im ICD-11
Auf ihrer 72. Weltgesundheitsversammlung hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über die bereits im Sommer 2018 vorgestellten Vorschläge abgestimmt und das neue ICD-11 verabschiedet. Es wird im Jahr 2022 in Kraft treten. Dies bedeutet auch, dass Computerspielsucht (als „Gaming Disorder“) nun tatsächlich als diagnostizierbares Störungsbild und somit als Erkrankung anerkannt ist. Unter dem Code 6C51 können Ärzte mit dem neuen zukünftig eine Video- und Onlinespielsucht diagnostizieren. Diese beginnt für die WHO, wenn ein Mensch über mehr als zwölf Monate alle anderen Aspekte des Lebens dem Spielen unterordnet. Wenn er beispielsweise seine Freunde verliert oder seine Körperhygiene vernachlässigt. Medienmitteilung (pdf, 1S.) des Fachverband Medienabhängigkeit in Deutschland, Artikel auf Spiegel Online.
Das Glück kommt, wenn das Ich schmilzt
Einige Menschen legen grosse Hoffnungen in psychedelische Drogen. Denn LSD und Psilocybin, die beide ihren Ursprung in Pilzen haben, zeigen starke Wirkungen bei Depressionen, Suchtproblemen und Angststörungen. Die Berichte sind erstaunlich: Krebskranke, die vor Todesangst wie erstarrt sind, verlieren ihre Angst und können ruhig sterben. Depressive fühlen zum ersten Mal seit Jahren wieder Glück. Manche Alkoholiker und Raucherinnen schaffen es, ihre Drogen fast schon beiläufig links liegen zu lassen. Und das alles dank eines einzigen, hoch dosierten und von einer Fachperson begleiteten LSD- oder Psilocybintrips. Zu gut, um wahr zu sein? Artikel der Wochenzeitung woz.
Welttag ohne Tabak: Lang lebe die Lunge
Der Welttag ohne Tabak am 31. Mai stellt die Lunge ins Zentrum. Denn unser Atemorgan leidet besonders unter den Folgen des Rauchens. Und: Fast alle Tabakprodukte schaden der Lunge, nicht nur die klassische Zigarette. Kampagneseite der Weltgesundheitsorganisation WHO. Medienmitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention, Medienmitteilung von Sucht Schweiz, Medienmitteilung des Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ
Rauchen und Lungenerkrankungen
Tabakrauch ist ein Gemisch aus über 5 300 Substanzen, darunter zahlreiche giftige und 90 krebserzeugende oder möglicherweise krebserzeugende Stoffe. Rauchen schädigt nahezu jedes Organ des Körpers. Besonders stark zieht es die Atemwege in Mitleidenschaft: So erkranken Rauchende mit bis über 20 Mal höherer Wahrscheinlichkeit an Lungenkrebs als Nichtrauchende, wobei das Risiko mit steigendem Zigarettenkonsum zunimmt. Rund 85 Prozent aller Lungenkrebstodesfälle sind in Deutschland durch das Rauchen verursacht. Factsheet (pdf, 4S.) des Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ.
Schadensminderung im europäischen Vergleich
Der Bericht «The State of Harm Reduction in Western Europe» legt einen besonderen Fokus auf den Stand der Schadensminderung in der Schweiz. Die Schweiz verfügt im europäischen Vergleich über ein breit ausgebautes Netz an schadensmindernden Angeboten. Lücken bestehen vor allem in der regionalen Abdeckung sowie im Freiheitsentzug. Bericht (pdf, 34S.) von Harm Reduction International, Fakteblatt (pdf, 2S.) des BAG zur Schadensminderung in der Schweiz.
Auf vielen Bahnsteigen hat es sich noch nicht ganz ausgequalmt
Ab Anfang Juni 2019 seien die Bahnhöfe in der Schweiz prinzipiell rauchfrei, hiess es Ende November 2018 von den Verantwortlichen. Nun zeigt sich: Die Raucherzonen auf den Perrons kommen schrittweise. An einigen Orten hat es sich deshalb erst Mitte 2020 ausgepafft. Artikel swissinfo.ch
Veranstaltungen
Drogen & Recht: Strafrechtliche Fragen im Zusammenhang mit psychoaktiven Substanzen
Veranstalter: Aids-Hilfe Schweiz
Checkpoint im Gespräch: Po-Po-Po-Poppers! Verantwortungsbewusster Umgang im rechtlichen Graubereich
Veranstalter: Veranstaltungsreihe zu HIV und LGBTIQ* des Checkpoints Zürich
Social Media und Gesundheit – Ein Balanceakt zwischen Fake News, Chancen und vielen Unsicherheiten
Veranstalter: Fachverband Sucht