Alle News im Überblick
Gegen die Marihuana-Mafia
Der Anbau und Schmuggel von Cannabis ist für die albanische Mafia ein Milliardengeschäft. Das Land an der Adria ist in den vergangenen Jahren zu einem der weltweit größten Produzenten der Droge geworden – begünstigt durch Korruption, eine schwache Justiz und die weitverbreitete Armut. Die Sendung "Re:" auf Arte (Online bis am 8. Mai) zeigt den gefährlichen Kampf der Ermittler gegen die Cannabis-Mafia.
Hochgiftiger Schadstoff in Filter für Tabak-Stick
Filter von Tabak- Stick-Erhitzern Iqos von Philip Morris entwickeln beim Erhitzen hochgiftige Schadstoffe. Diese sogenannten Isocyanate fand ein Labor im Auftrag der Suchthilfeorganisation Blaues Kreuz. Bereits das Einatmen sehr kleiner Mengen Isocyanate kann die Gesundheit stark schädigen. Philip Morris entgegnete, dass diese Feisetzung unter reellen Konsumbedingungen nicht stattfindet. Allerdings weist das Blaue Kreuz darauf hin (SonntagsZeitung vom 7. April, S.7), dass es dann gefährlich wird, wenn die Filter schmelzen. Wildermuth vom Blauen Kreuz: «Wir konnten belegen, dass die Filter beim gewöhnlichen Gebrauch partiell schmelzen und dabei auf eine Temperatur erhitzt werden, bei welcher sich Isocyanate tatsächlich ablösen». Mediemitteilung des Blauen Kreuzes, Mitteilung von Philip Morris.
Konsum von psychoaktiven Substanzen in der Freizeit
Freizeitdrogenkonsum findet sehr häufig ausserhalb von Partys im privaten Umfeld statt. Ziel von Drug Checking ist es, Freizeitdrogenkonsumierende aus unterschiedlichen Konsumsettings zu erreichen. Die Kombination von mobilem, aufsuchendem und ambulantem Drug Checking in Walk-In-Zentren erweist sich deshalb als erfolgversprechend.
Standards Drug Checking:
Wann gilt eine psychoaktive Substanz als besonders gefährlich? In welchen Fällen werden öffentliche Warnungen publiziert? Und wie werden die Resultate aus den Drug-Checking-Angeboten den Nutzenden individuell kommuniziert? Mehr dazu im Modul (pdf, 6S.) «Risikoeinschätzung, Kommunikation und Publikation der Daten aus den Standards Drug Checking» von Infodrog.
Studie und Umfrage zum Cannabis-Konsum des ISGF
Im Auftrag vom Bundesamt für Gesundheit führen wir vom ISGF zurzeit eine Studie zu Selbstmedikation mit Cannabis durch. Der Zugang zu Cannabinoidmedikamenten (vom Arzt verschriebene Medikamente, welche THC/CBD enthalten) ist nach wie vor mit administrativen Hürden verbunden und die Krankenkassen nicht verpflichtet, die Kosten zu übernehmen. Ziel der aktuellen Studie ist es, Cannabiskonsumierende, die einen eigentlich gesetzlich verbotenen Gebrauch von Cannabisprodukten aus Gesundheitsgründen pflegen, genauer zu beleuchten. Zur Umfrage
Bericht zur Drogenpolitik der UNO
Nicht alles ist schlecht, aber es ist auch nicht alles gut. Dies ist die Einschätzung zur zehnjährigen drogenpolitischen Debatte innerhalb der UNO, die in dem Bericht "Peoples' Voice - the Roar of the Silent Majority" vorgestellt wird, welcher kürzlich gemeinsam von Drug Policy Futures und FORUT veröffentlicht wurde. Der Bericht (Englisch) enthält eine kritische Analyse des laufenden drogenpolitischen Diskurses sowie Empfehlungen für die künftige Drogenpolitik.
Veranstaltungen
Abschlusstagung „Evidenzbasiertes Drug Checking in Nürnberg“ (EviDriN)
Veranstalter: Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
ADHS und Sucht im Erwachsenenalter – Beratung, Training und Coaching
Veranstalter: Fachverband Sucht
Dauer: 21. & 22. Mai 2026
Dualdiagnosen – Wie gehen wir mit zunehmend komplexeren Fällen um?
Veranstalter: Fachverband Sucht
EUROPAD 2026 Conference: Heroin Addiction & Related Clinical Problems
Veranstalter: European Opiate Addiction Treatment Association (EUROPAD)
Dauer: 29.–31. Mai 2026