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Hamburg: Widerstand gegen Schliessung von Suchthilfeangeboten

In Hamburg sollen zwei Suchthilfeeinrichtung geschlossen werden. Die Sozialbehörde begründet dies mit einer Neuorganisation der Angebote. Dagegen regt sich breiter Widerstand: Der Altonaer Sozialausschuss fordert einstimmig den Erhalt der Palette, auch Wohlfahrtsverbände und mehrere Parteien kritisieren die Pläne. Sie befürchten, dass insbesondere schwer erreichbare, crackkonsumierende Menschen wichtige niedrigschwellige Unterstützungsangebote verlieren.

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Cannabis-Pilotversuch: Regulierte Abgabe erhöht Konsum nicht

Erste Zwischenergebnisse einer Cannabis-Studie in Bern, Biel und Luzern zeigen: Der legale und regulierte Bezug von Cannabis in Apotheken führt nicht zu einem höheren Konsum. Im Gegenteil, der Konsum ging leicht zurück. Die fachliche Beratung in den Apotheken fördert zudem risikoärmere Konsumformen, etwa Vapes statt Joints mit Tabak. Die Forschenden sehen darin ein wichtiges Argument für die laufende Diskussion um eine schweizweite Regulierung von Cannabis

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Neue psychoaktive Substanzen: Vielfalt wird zur Herausforderung

Während die Aufmerksamkeit oft auf Fentanyl gerichtet ist, sehen Fachleute zunehmend die rasche Verbreitung neuer psychoaktiver Substanzen als zentrale Herausforderung. Ein aktuelles Informationsvideo von YOU und der Charité – Universitätsmedizin Berlin erläutert, wie sogenannte Research Chemicals, synthetische Cannabinoide oder Nitazene den Drogenmarkt verändern. Da neue Stoffe laufend auftauchen und Produkte häufig falsch deklariert sind, steigen die Risiken für Konsumierende. Die Expert:innen betonen die Bedeutung von Aufklärung, Frühwarnsystemen und Drug Checking.

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Estland als Testlabor für neue Drogen

Estland verzeichnet die höchste Zahl drogenbedingter Todesfälle pro Kopf in der EU und gilt laut Fachpersonen zunehmend als «Testmarkt» für neue synthetische Opioide. Nachdem das Land den Fentanyl-Markt erfolgreich zurückdrängen konnte, dominieren heute hochpotente Substanzen wie Nitazene und Cychlorphin den illegalen Drogenmarkt. Da Konsumierende oft nicht wissen, welche Stoffe sie tatsächlich konsumieren, steigt das Risiko tödlicher Überdosierungen. Fachleute fordern deshalb einen Ausbau von Drug-Checking-Angeboten und weiteren schadensmindernden Massnahmen.

Meta unter Druck: Neue Debatte um Jugendschutz in sozialen Medien

Nach einer Einigung mit 29 US-Bundesstaaten muss Meta Milliarden zahlen und strengere Schutzmassnahmen für Jugendliche auf Instagram und Facebook umsetzen. Dazu gehören Nutzungslimiten, nächtliche Sperrzeiten und schärfere Alterskontrollen. Die Einigung gilt als Signal für den Jugendschutz und befeuert auch in Europa die Diskussion über strengere Regeln für soziale Medien. Fachleute betonen jedoch, dass Regulierung allein nicht genügt und durch Prävention sowie Medienkompetenzförderung ergänzt werden muss.

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Angespannte Cracksituation in Yverdon

Die offene Crack-Szene in Yverdon-les-Bains hat sich in den letzten zwei Jahren zwar stabilisiert. Laut Behörden hat sich die Zahl der Dealer etwa halbiert, während die Zahl der Konsumierenden weitgehend konstant blieb. Dennoch bleibt die Situation angespannt: Viele Betroffene leiden unter gesundheitlichen und sozialen Problemen, Hilfsangebote sind überlastet und Anwohner:innen berichten weiterhin von Unsicherheit. Fachpersonen fordern zusätzliche Massnahmen wie Konsumräume sowie den Ausbau von Präventions-, Unterstützungs- und Therapieangeboten.

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Veranstaltungen

Genf Weiterbildung

Geneva Course on Drug Policy, Public Health and Diplomacy

Veranstalter: Centre for Continuing and Distance Education (CFCD) der Universität Genf

Dauer: 18. – 20. Oktober 2026

Leipzig Tagung

Suchtstigma im Wandel: Evidenz, Praxis, Perspektiven: 20. Wissenschaftliches Gespräch der DG Sucht

Veranstalter: Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie e.V. 2026 (DG Sucht)

Dauer: 21. -23. Oktober 2026

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