Alle News im Überblick
Werden «Benzos» zu Unrecht verteufelt?
Wir leben in einer Zeit der Hypes, die auch vor der Medizin nicht haltmachen. So sind seit einiger Zeit die «Benzos» in den Fokus von Suchtexperten geraten und werden pauschal als gefährliche Suchtmittel angeprangert. Unlängst wurden sie als «Betäubungsmittel» klassiert, mit entsprechender Kontrolle der Verschreibung und Abgabe durch die Behörden. In einem Beitrag im Bund berichtet der Psychiater Matthias Neuenschwander über seine Einschätzung dieser Medikamente, ihres Nutzens und ihrer Risiken.
Verwendung der Spielsuchtabgabe durch die Kantone im Beitragsjahr 2016
Die Lotterie- und Wettkommission Comlot hat den Auftrag, jährlich einen Bericht (pdf, 67S) über die Verwendung der Spielsuchtabgabe in den einzelnen Kantonen zu verfassen. Im Jahr 2016 haben die Deutschschweizer Kantone und der Kanton Tessin insgesamt 107.1 % der Spielsuchtabgabe 2015 eingesetzt. Zum ersten Mal seit Beginn der Berichterstattung vor drei Jahren kam es damit zu einer höheren Ausgabe, als im Beitragsjahr effektiv aus der Spielsuchtabga-be zugewiesen wurde. Bei den Kantonen der Romandie betrug dieser Anteil 98.7 %. Ähnlich wie in den vorangegangenen Jahren bestehen jedoch zwischen den Kantonen beträchtliche Unterschiede hinsichtlich der Ausnutzung der Beiträge.
Studentische Trinkkulturen in Deutschland
Alkohol macht Deutsche erst zu Menschen – und die Deutschen haben eine gestörte Beziehung zum Wodka. Vier Austauschstudenten erzählen, wie sie die deutsche Trinkkultur erleben. Artikel auf Zeit Campus.
Glücksspiele und Sportwetten: Alles für den guten Zweck?
Wo staatliche Lotterien ihre Geschäfte ausbauen wollen, ist der umstrittene Glücksspielkonzern IGT nicht weit. Er sponsert den Weltverband der Lotteriegesellschaften nicht nur mit hohen Summen, sondern entscheidet sogar auch direkt im obersten Leitungsgremium mit. Für den Schweizer Weltverbandspräsidenten Jean-Luc Moner-Banet ist das kein Problem. Artikel in der Wochenzeitung woz.
"Das Drogenverbot schafft mehr Probleme, als es löst"
Zürich ist mit London und Antwerpen eine der Kokain-Hochburgen Europas. Das weisse Gift gehört in der Limmatstadt bei schätzungsweise 2000 Personen zum Alltag. Fachleute, aber auch manche Politiker, fordern deshalb ein Umdenken in der Drogenpolitik, nämlich eine Entkriminalisierung auch von harten Drogen. Rechtskonservative hingegen fühlen sich vor den Kopf gestossen. Beitrag auf swissinfo.ch
Drogentests in Schulen
Drogentests in Schulen werden in einigen wenigen europäsichen Ländern weiterhin praktiziert, da sie als abschreckendes Mittel angesehen werden. Dieses Papier bewertet die Wirksamkeit der stichprobenartigen Prüfung in Schulen (in den USA). Alle Studien zeigen, dass die Prüfung wenig oder keinen Effekt auf Drogegebrauch hat. Publikation (Englisch) der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD.
Veranstaltungen
ADHS und Sucht im Erwachsenenalter – Beratung, Training und Coaching
Veranstalter: Fachverband Sucht
Dauer: 21. & 22. Mai 2026
Dualdiagnosen – Wie gehen wir mit zunehmend komplexeren Fällen um?
Veranstalter: Fachverband Sucht
EUROPAD 2026 Conference: Heroin Addiction & Related Clinical Problems
Veranstalter: European Opiate Addiction Treatment Association (EUROPAD)
Dauer: 29.–31. Mai 2026