Alle News im Überblick
Ein verlorenes Jahrzehnt für Harm Reduktion
Die neue Ausgabe (pdf, 32S.) des Drogenkurier widmet sich dem sechsten Welt Harm Reduction Bericht. Der Drogenkurier wird vom JES (Junkies, Ehemalige und Substituierte) Bundesverband in Deutschland herausgegeben.
Alkoholprävention: Positive Wirkung der Verkaufseinschränkung
Seit Juli 2015 ist der Verkauf von Bier und Spirituosen zum Mitnehmen im Kanton Waadt nachts verboten. Eine Studie von Sucht Schweiz und dem Universitätsspital Lausanne im Auftrag des Kantons Waadt zeigt nun die positiven Auswirkungen auf das Rauschtrinken gerade von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Sucht Schweiz ruft weitere Kantone dazu auf, dem Beispiel zu folgen. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.
Tabakerhitzer auch nicht gesünder als Zigarette
Die neuartigen Tabakerhitzer (z.B. IQOS) werden damit beworben, dass sie 95 Prozent weniger toxische Substanzen erzeugen – weil Tabak nur erhitzt und nicht verbrannt wird. Erste unabhängige Studien haben aber gezeigt, dass sehr wohl giftige Substanzen entstehen – manche in höheren, andere in niedrigeren Mengen als beim Rauchen. Beitrag auf Wissenschaft aktuell.
"Schweizer Tabakindustrie begeht in Afrika organisierten Völkermord"
Zigaretten aus Schweizer Produktion, die in Afrika verkauft werden, enthalten rund doppelt so viele Giftstoffe wie jene, die in der Schweiz geraucht werden. Die Senegalesische Liga gegen Tabak fordert nun die afrikanischen Länder auf, die chemische Zusammensetzung der Import-Zigaretten zu kontrollieren. Artikel auf Swissinfo.
Wenn Mami trinkt
Alkoholabhängigkeit ist ein Tabuthema. Darunter leiden Kinder suchtkranker Eltern; sie greifen später oft selbst zur Flasche oder entwickeln psychische Probleme. Suna Lommen ist mit einer süchtigen Mutter aufgewachsen. Artikel in der NZZ.
Lebensverlaufansatz für Gesundheit und Wohlbefinden
Der Lebensverlaufansatz für Gesundheit und Wohlbefinden ist zu einem Grundpfeiler gesundheitspolitischer Entscheidungsprozesse geworden. So haben die Mitgliedstaaten in der Europäischen Region der WHO 2015 mit der Erklärung von Minsk beschlossen, in der Gesundheitspolitik den Lebensverlaufansatz verstärkt zum Einsatz zu bringen. Doch bisher fehlen die Strategien für die Umsetzung eines Lebensverlaufansatzes ebenso wie ein Plan für eine entsprechende Erfolgskontrolle und Evaluation. In dieser Bestandsaufnahme wurde ein Mangel an Fachliteratur speziell zur Messung der Umsetzung eines Lebensverlaufansatzes festgestellt. Eine Publikation der WHO.
Veranstaltungen
Fachseminar: Esstörungen
Veranstalter: Hochschule für Soziale Arbeit FHNW
Angehörige von Menschen mit einer Suchterkrankung – Belastungen, Bedürfnisse und Unterstützungsmöglichkeiten
Veranstalter: Fachverband Sucht
28. Substitutions-Forum Plattform für Drogen-Therapie
Veranstalter: Österreichische Gesellschaft für arzneimittelgestützte Behandlung von Suchtkrankheit – ÖGABS
Dauer: 9.-10. Mai 2026
Abschlusstagung „Evidenzbasiertes Drug Checking in Nürnberg“ (EviDriN)
Veranstalter: Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm