Alle News im Überblick
Alkohol und Gras mit 11, Koks mit 15 Jahren
Warum werden Jugendliche kriminell, wie sieht ihr Drogenkonsum aus? Das wollen Forscher an der Uni Zürich mit einer Langzeitstudie herausfinden. Im Jahr 2004 wurde darum ein Viertel aller neuen Stadtzürcher Primarschüler, 1675 Kinder, für die Untersuchung «Z-Proso» rekrutiert. Im September schlossen die Forscher die achte Erhebungswelle ab, die Kinder von damals sind nun junge Erwachsene. Die neuen Daten zeigen: Im Alter von 11 Jahren trinkt jeder zehnte Bub bereits Alkohol, erste Kinder konsumieren dann auch Cannabis. Die ersten Erfahrungen mit Kokain wurden im Alter von 15 Jahren registriert. Artikel auf 20 Minuten, Bezahl-Artikel im Tages Anzeiger. Weiter werden Jugendliche eher kriminell, wenn ihre Mutter während der Schwangerschaft geraucht hat. Diese These wird in einem Beitrag in der Berner Zeitung als abenteuerlich betrachtet.
Geplante Cannabis-Pilotversuche kommen gut an
Städte und Kantone sollen die Möglichkeit erhalten, die Auswirkungen des legalen Verkaufs von Cannabis auf den Konsum und die Konsumenten wissenschaftlich untersuchen lassen. So will es der Bundesrat. Im Sommer hat er deshalb eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes in die Vernehmlassung gegeben. Nun liegen die Stellungnahmen von Parteien und Verbänden vor, Artikel auf NZZ Online. Der Kanton Bern ist gegen die Versuche, Artikel auf SRF. Die Stadt Zürich begrüsst die Schaffung eines solchen Experimentierartikels, Mitteilung der Stadt. (Infoset berichtete)
Rauchverbot in Autos mit Minderjährigen
Das bundesweite Rauchverbot in Autos bei Fahrten mit Kindern und Schwangeren soll kommen. Das teilte das baden-württembergische Gesundheitsministerium mit. Artikel im Ärzteblatt
Ein Moos könnte Hanf in der Medizin schlagen
Berner Forschende haben in Zusammenarbeit mit Kollegen von der ETH Zürich erstmals eine THC-ähnliche Substanz aus Lebermoos molekular und pharmakologisch untersucht. Die psychoaktive Substanz, die als legale Rauschdroge («Legal High») konsumiert wird, hat auch eine schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung, die derjenigen von THC überlegen ist. Medienmitteilung der Uni Bern.
Gesundheitsversorgung von vulnerablen Gruppen
Wie können sozial benachteiligte Menschen erreicht und angespro- chen werden? Wie kann ihre Gesundheitsversorgung optimiert werden? Die Studie «Sozialhilfe und Gesundheit» zeigt aktuelle Praxisbeispiele. Im Auftrag des BAG wird zurzeit auch ein Konzept erarbeitet, um die Versorgung älterer Menschen mit problemati- schem Konsumverhalten (insbe- sondere Alkohol) zu optimieren. Beitrag auf Spectra Online.
Captagon: Wie sieht der heutige illegale Markt aus?
Captagon ist eine psychoaktive Substanz, welches häufig im Nahen Osten konsumiert wird. Darüber hinaus haben einige aktuelle Medienberichte diese Droge mit Tätern von Terroranschlägen in Europa oder terroristischen Gruppen in Konfliktgebieten im Nahen Osten in Verbindung gebracht. Dieser Bericht der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle soll einen Überblick darüber geben, was über das Captagon-Phänomen bekannt ist.
Veranstaltungen
Drogen & Recht: Strafrechtliche Fragen im Zusammenhang mit psychoaktiven Substanzen
Veranstalter: Aids-Hilfe Schweiz
Checkpoint im Gespräch: Po-Po-Po-Poppers! Verantwortungsbewusster Umgang im rechtlichen Graubereich
Veranstalter: Veranstaltungsreihe zu HIV und LGBTIQ* des Checkpoints Zürich
Social Media und Gesundheit – Ein Balanceakt zwischen Fake News, Chancen und vielen Unsicherheiten
Veranstalter: Fachverband Sucht