Alle News im Überblick
Estland als Testlabor für neue Drogen
Estland verzeichnet die höchste Zahl drogenbedingter Todesfälle pro Kopf in der EU und gilt laut Fachpersonen zunehmend als «Testmarkt» für neue synthetische Opioide. Nachdem das Land den Fentanyl-Markt erfolgreich zurückdrängen konnte, dominieren heute hochpotente Substanzen wie Nitazene und Cychlorphin den illegalen Drogenmarkt. Da Konsumierende oft nicht wissen, welche Stoffe sie tatsächlich konsumieren, steigt das Risiko tödlicher Überdosierungen. Fachleute fordern deshalb einen Ausbau von Drug-Checking-Angeboten und weiteren schadensmindernden Massnahmen.
Meta unter Druck: Neue Debatte um Jugendschutz in sozialen Medien
Nach einer Einigung mit 29 US-Bundesstaaten muss Meta Milliarden zahlen und strengere Schutzmassnahmen für Jugendliche auf Instagram und Facebook umsetzen. Dazu gehören Nutzungslimiten, nächtliche Sperrzeiten und schärfere Alterskontrollen. Die Einigung gilt als Signal für den Jugendschutz und befeuert auch in Europa die Diskussion über strengere Regeln für soziale Medien. Fachleute betonen jedoch, dass Regulierung allein nicht genügt und durch Prävention sowie Medienkompetenzförderung ergänzt werden muss.
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Angespannte Cracksituation in Yverdon
Die offene Crack-Szene in Yverdon-les-Bains hat sich in den letzten zwei Jahren zwar stabilisiert. Laut Behörden hat sich die Zahl der Dealer etwa halbiert, während die Zahl der Konsumierenden weitgehend konstant blieb. Dennoch bleibt die Situation angespannt: Viele Betroffene leiden unter gesundheitlichen und sozialen Problemen, Hilfsangebote sind überlastet und Anwohner:innen berichten weiterhin von Unsicherheit. Fachpersonen fordern zusätzliche Massnahmen wie Konsumräume sowie den Ausbau von Präventions-, Unterstützungs- und Therapieangeboten.
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Der Infodrog Newsletter | September 2026 ist erschienen
Der Newsletter umfasst die wichtigsten Aktualitäten von Infodrog und die wichtigsten aktuellen Meldungen vom Informationsportal von Infodrog. Aktuelle Themen sind unter anderem:
- «CheckstDu?! – Snus»: Kurzauswertung Social Media-Kampagne
- Das neue Tool für Substanzwarnungen ist online
- Peptide zwischen Hype und Gesundheitsrisikenn
- Dokumentation: Europas neue Drogenkrise?
- DHS veröffentlicht Positionspapier zu problematischer Mediennutzung
Der Newsletter kann hier abonniert werden.
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EU plant Gesetz gegen suchtfördernde Online-Designs
Mit dem geplanten Digital Fairness Act will die EU Konsument:innen besser vor manipulativen Online-Praktiken schützen. Im Fokus stehen unter anderem Dark Patterns, suchtfördernde Designelemente digitaler Produkte, problematische Personalisierung sowie Hindernisse bei der Kündigung digitaler Abonnements. Kinder und Jugendliche gelten dabei als besonders schutzbedürftig. Die Gesetzesvorlage wird für Ende 2026 erwartet.
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Dokumentation: Europas neue Drogenkrise?
Synthetische Opioide wie Fentanyl und Nitazene haben in Nordamerika eine schwere Gesundheitskrise ausgelöst. Laut der SRF-Dokumentation NZZ Format tauchen diese hochpotenten Substanzen zunehmend auch in Europa auf. Sie werden über das Internet gehandelt, anderen Substanzen beigemischt und können tödliche Überdosierungen verursachen. Die Reportage beleuchtet die Herausforderungen für Prävention, Suchthilfe und Drogenpolitik und fragt, ob die Schweiz auf einen sich wandelnden, globalisierten Drogenmarkt vorbereitet ist.
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- Heroin | Opioide
- Schadens[-]minderung
- Suchthilfe
Veranstaltungen
Annual ISAM Global Congress 2026
Veranstalter: International Society of Addiction Medicine (ISAM)
Dauer: 1.–3. Oktober 2026
Harm Reduction DACH Konferenz
Veranstalter: Diverse Institutionen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland
28th Annual ISAM Global Congress 2026: Improving addiction treatment outcome: tackling old and new challenges
Veranstalter: International Society of Addiction Medicine (ISAM)
Dauer: 1.–3. Oktober 2026
14th International Conference on Health and Hepatitis in Substance Users (INHSU)
Veranstalter: INHSU – International Network on Health and Hepatitis in Substance Users
Dauer: 6.–10. Oktober 2026