Alle News im Überblick
Entwurf zu Verordnungen zum Geldspielgesetz
Das im vergangenen Jahr vom Parlament verabschiedete neue Geldspielgesetz sieht vor, dass Schweizer Casinos neu auch im Internet Spiele anbieten dürfen (Infoset berichtete). Noch vor der Referendumsabstimmung über das neue Gesetz hat der Bundesrat die Vernehmlassung eröffnet zu den Verordnungen für die Umsetzung der neuen Bestimmungen. Unter anderem klärt der Bundesrat mit den Verordnungen, was unter kleinen Pokerturnieren ausserhalb von Spielbanken zu verstehen ist, die das Gesetz zulassen will. Und er schlägt für den Schutz vor Spielsucht im Online-Bereich konkrete Massnahmen vor. Damit klärt er verschiedene Einzelheiten und schafft so in bisher noch offenen Fragen volle Transparenz, bevor die Bevölkerung im Juni 2018 in einer Referendumsabstimmung über das Geldspielgesetz befindet. Die Abstimmung findet am 10. Juni statt, die Vernehmlassung zu den Verordnungen endet am 15. Juni. Medienmitteilung des Bundesrates, Artikel der Luzerner Zeitung.
Suchtprävention und Jugendschutz zeitgemäss gestalten
Die Arbeitsgemeinschaft Suchtpolitik NAS-CPA hat eine Grundposition (pdf, 4S.) zu den Themen Suchtprävention und Jugendschutz erarbeitet und veröffentlicht. Die Grundposition regt die Mitglieder der NAS-CPA zur Reflexion der Präventions- und Jugendschutzaktivitäten in ihren jeweiligen Fachbereichen sowie zu deren Weiterentwicklung an. Die Grundposition schafft zudem eine Wissensgrundlage und einen Orientierungsrahmen für die Entwicklung zeitgemässer Präventions- und Jugendschutzmassnahmen, die ausserhalb der Zuständigkeit der NAS-CPA und ihrer Mitglieder liegen.
Betäubungsmittelverzeichnis um 19 neue psychoaktive Substanzen ergänzt
Die Risiken neuer synthetischer Drogen sind für Konsumentinnen und Konsumenten nicht kalkulierbar. Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat deshalb das Betäubungsmittelverzeichnis per 1. März 2018 um 19 Einzelsubstanzen erweitert. Die laufende Ergänzung von Rohmaterialien oder Erzeugnissen mit vermuteter betäubungsmittelähnlicher Wirkung ist eine Massnahme zur Bekämpfung des Drogenhandels. Mitteilung von Swissmedic.
Was ist Sucht?
Ein Gespräch (22 Min.) mit dem Suchtforscher und Psychiater Prof. Anil Batra auf Bayern 2
Warum der Nachweis von Cannabis so lange möglich ist
Schon ein Milliardstel Gramm reicht aus. Wer mit einem Nanogramm THC pro Milliliter Blut im Straßenverkehr erwischt wird, muss mit dem Entzug des Führerscheins rechnen. Der Nachweis des Cannabiswirkstoffs ist aber häufig auch dann noch möglich, wenn der Rausch schon längst verklungen ist. Artikel auf drugcom.de
Mediennutzungsverhalten von Kindern
Digitale Medien werden immer häufiger genutzt – und die Nutzer werden immer jünger. Umso überraschender ist die Haupterkenntnis der neuen MIKE-Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW): Kinder verwenden Smartphones und Tablets zwar rege, aber viel lieber spielen sie draussen, machen Sport oder treffen sich ausserhalb der digitalen Welt mit Freunden. Factsheet (pdf, 1S.) zur Studie, Medienmitteilung des Bundesamtes für Sozialversicherungen, Artikel auf tagesanzeiger.ch
Veranstaltungen
Social Media und Gesundheit – Ein Balanceakt zwischen Fake News, Chancen und vielen Unsicherheiten
Veranstalter: Fachverband Sucht
Tagung: Dual Disorders 2026 Wenn Sucht und weitere psychische Erkrankungen zusammentreffen
Veranstalter: pro mente Oberösterreich
CAS: Praxis der Suchtberatung
Veranstalter: Hochschule Soziale Arbeit FHNW
Dauer: 2. März- 1. Dezember 2026
Fachtagung: Zigi, Vape, Snus – neue Impulse für die Präventionsarbeit
Veranstalter: Dachverband Offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz (DOJ) in Zusammenarbeit mit OST - Ostschweizer Fachhochschule