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Deutschland: Zukunftsängste belasten Kinder und Jugendliche
Viele Kinder und Jugendliche leben inzwischen in einem anhaltenden Krisenmodus. Zwar hat sich die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen nach der Pandemie stabilisiert, das Vor-Corona-Niveau ist aber noch immer nicht erreicht, so die Ergebnisse der COPSY-Studie.
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Die Studie (Englisch) auf researchsquare.com
Ein Interview (Video) mit der Leiterin der Studie auf uke.de
Tabu Alkoholabhängigkeit bei Müttern
Mütter, die abhängig sind - ein großes Tabu. Aus Angst vor Stigmatisierung lassen sich viele nicht behandeln. Eine Klinik in Bayern will ihnen einen Safe Space bieten. Laut einer Analyse der Barmer Krankenkasse waren 2023 in Deutschland mehr als 400 000 Frauen allein wegen Alkoholsucht in Therapie. Die Dunkelziffer dürfte aber deutlich größer sein, denn viele lassen sich nicht behandeln aus Angst, ihr Kind zu verlieren.
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Cannabis: Wie viel ist zu viel? Das lässt sich jetzt messen
Ab wann wird Kiffen riskant? Eine britische Studie misst Cannabis in THC‑Units, ähnlich wie Alkohol, und zeigt, ab welcher Wochen‑Dosis das Risiko steigt. Das System hat klare Grenzwerte – aber auch Schwächen: Anders als bei Alkohol enthält Cannabis jedoch viele aktive Bestandteile, deren Zusammenspiel Wirkung und Risiko beeinflusst. THC ist zwar der wichtigste Risikofaktor, aber andere Cannabinoide und die Konsumform – ob Joint, Vaporizer oder Edibles – verändern Dosis und Wirkung erheblich.
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Deutschland: Illegale Vapes aus China
Berlin: am frühen Morgen des 26. November 2024 werden 35 Wohnungen und Büros sowie zahlreiche Autos durchsucht. Acht Männer zwischen 24 und 41 Jahren werden festgenommen. Sie sollen vor allem Jugendlichen über soziale Medien illegale Einweg-E-Zigaretten verkauft haben. Die Ermittler finden ein Lager mit 400 000 E-Zigaretten sowie 600 Kilogramm unversteuertem Wasserpfeifentabak im Millionenwert. Dies nur einer von vielen Funden. Die Billigprodukte gefährden Jugendliche und kosten den Staat Hunderte Millionen.
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Wenn KI-Agenten das Shoppen übernehmen
Google hat mit "Gemini Enterprise for Customer Experience" (CX) ein neues KI-Tool vorgestellt. Es soll nicht nur Produkte empfehlen, sondern Kaufentscheidungen vorbereiten oder sogar ausführen - ohne externe Shops. KI-Agenten übernehmen damit eine aktive Rolle beim Einkaufen. Nutzende geben ihre Wünsche in natürlicher Sprache an: Budget, Marken, Lieferzeit oder Nachhaltigkeit - der Umweg über Vergleichsportale entfällt. Für Verbraucher:innen liegt der Vorteil auf der Hand: weniger Aufwand, schnellere Entscheidung, ein reibungsloser Kaufprozess. Besonders bei standardisierten Produkten steigt der Komfort deutlich.
Gleichzeitig wächst die Abhängigkeit von der Plattform, die diesen Prozess steuert.
Zürcher Parlament will bei Crack-Szene nicht hart durchgreifen
Die SVP hat im Zürcher Gemeinderat einmal mehr gefordert, dass beim offenen Crack-Konsum endlich hart durchgegriffen wird. Die SVP will das «städtische Drogenstübli» sofort schliessen. Der neue Konsumraum in der Nähe des Einkaufszentrums Sihlcity richtet sich an auswärtige Süchtige. Das Parlament lehnte das Postulat mit 98 zu 22 Stimmen ab. Die Stadt sei auf dem richtigen Weg, so die Mehrheit.
Veranstaltungen
Anspruchsvolle Situationen in der Suchtarbeit – Ethik als Reflexionsmethode für Fachpersonen
Veranstalter: Fachverband Sucht
Tagung «Substanzkonsum bei Jugendlichen: News aus Forschung und Praxis»
Die Tagung bietet ein Update aus Praxis und Forschung zu aktuellen Konsumphänomenen und Substanztrends bei Jugendlichen sowie zur Versorgungssituation.
Veranstalter: Infodrog
4. Luzerner Suchtforum: Sucht im Alter: Gesundheitliche, soziale und strukturelle Herausforderungen
Veranstalter: Dienststelle Gesundheit und Sport des Gesundheits- und Sozialdepartements des Kantons Luzern & Partnerorganisationen