Alle News im Überblick
Illegaler Zigarettenhandel, Lukaschenko und die Schweiz?
Viele RegimekritikerInnen mussten in Nachbarländer fliehen. Von dort aus versuchen sie, Lukaschenkos Einnahmequellen trockenzulegen. Auch Schweizer Firmen spielen dabei eine Rolle. Beim Zigarettenschmuggel, so der Vorwurf, der systematisch betrieben werde und von dem Lukaschenko enorm profitiere. So läuft es ab: Westliche Unternehmen liefern Rohtabak nach Belarus. Dortige Fabriken stellen Zigaretten billig und in riesigen Mengen her. Und diese – oder ein Teil davon – würden nach Westeuropa und Russland geschmuggelt und teuer verkauft, mit dem Segen von ganz oben. Artikel auf www.srf.ch.
Support. Don’t Punish. Globaler Aktionstag 2021
Der Globale Aktionstag 2021 «Support. Don't Punish.» findet diesen Samstag, 26. Juni, statt. Das Thema des diesjährigen Tages lautet: Dem «Krieg gegen Drogen» trotzen, indem wir die Zukunft gestalten, die unsere Gemeinschaften verdienen. Der Tag konzentriert sich auf den Aufbau nachhaltiger Alternativen, die den ewigen Kreislauf von Bestrafung und Marginalisierung beenden und die Gesundheit, die Rechte und das Wohl der Mitmenschen fördern.
- Politik
- Repression
Wie die Schweiz die Heroin-Epidemie bekämpfte
In den 1990er Jahren beschloss die Schweiz, eine der schlimmsten Drogenepidemien in Europa zu bekämpfen, indem sie radikale neue politische Ideen ausprobierte, darunter die Bereitstellung von sicheren Injektionsräumen für Süchtige und sogar die Verschreibung von Heroin. Dies führte zu einem drastischen Rückgang der Überdosen, der HIV-Infektionen und der Zahl der neuen Konsumenten. 2008 stimmten die SchweizerInnen dafür, die Änderungen im Gesetz zu verankern. Zak Brophy von der BBC spricht mit Andre Seidenberg, einem Schweizer Arzt und Ruth Dreifuss, die sich für die Änderung der Politik eingesetzt hat. Beitrag (auf Englisch) auf www.bbc.co.uk.
Österreich: Deutlicher Zuwachs Glücksspiel und Sportwetten
Die Lockdowns und Einschränkungen der Sportveranstaltungen ließen im Vorjahr auch die Umsatzzahlen der stationären heimischen Glücksspiel- und Sportwetten-Branche einbrechen. In den niedergelassenen Spielstätten gab es laut einer Analyse des Marktforschungsinstituts Branchenradar bei den Spiel- und Wetteinsätzen ein Minus von rund 24 Prozent. Während der stationäre Glücksspielmarkt gelitten hat, profitierte vor allem der Online-Sektor. Dieser erzielte sowohl bei Sportwetten als auch im Online-Glücksspiel ein Bruttoergebnis von plus 7,4 Prozent. Artikel auf www.praevention.at.
Cannabis am Steuer wie Alkohol behandeln
Es kommt Bewegung in die Diskussion um die Nulltoleranz von Cannabis am Steuer. Einen parlamentarischen Vorstoss wagt FDP-Vizepräsident Andrea Caroni (41): Der Ständerat (FDP/AR) will, dass Cannabis künftig ähnlich behandelt wird wie Alkohol: Während ein gewisser Pegel Alkohol erlaubt ist, liegt der Cannabis-Grenzwert nahe der Nachweisgrenze. Die Folge: Noch Tage nach dem Konsum kann der Führerausweis futsch sein. Hinzu kommen ausser der Busse für den Cannabis-Konsum tausende Franken teure Fahrfähigkeits-Abklärungen – die bei Alkohol erst bei sehr hohen Promillepegeln angeordnet würden. Artikel auf www.blick.ch.
Nichtbezug von Sozialhilfe: Vorstoss im Parlament eingereicht
In der Schweiz verzichtet ein Drittel der armutsbetroffenen Personen auf ihren rechtmässigen Anspruch, Hilfe in Notlagen zu erhalten. Der Grund: mögliche negative Folgen. Ein im eidgenössischen Parlament neu eingereichter Vorstoss will diese Systemfehler angehen. Medienmitteilung auf www.avenirsocial.ch; Positionspapier der Allianz «Austausch Armut».
Veranstaltungen
Drogen & Recht: Strafrechtliche Fragen im Zusammenhang mit psychoaktiven Substanzen
Veranstalter: Aids-Hilfe Schweiz
Checkpoint im Gespräch: Po-Po-Po-Poppers! Verantwortungsbewusster Umgang im rechtlichen Graubereich
Veranstalter: Veranstaltungsreihe zu HIV und LGBTIQ* des Checkpoints Zürich
Social Media und Gesundheit – Ein Balanceakt zwischen Fake News, Chancen und vielen Unsicherheiten
Veranstalter: Fachverband Sucht