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Deutschland: Lobbyisten wollen die Tabakwerbung retten

Dass die Zigarettenindustrie immer noch großflächig plakatieren darf, verdankt sie der Union - deren Parteitage sie seit Langem mitfinanziert. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion blockierte unter ihrem einstigen Chef Volker Kauder mit allen erdenklichen Winkelzügen ein weitreichendes Verbot der Aussenwerbung. 2016 verhinderte sie sogar einen Gesetzentwurf, den die Bundesregierung von Kanzlerin Merkel bereits verabschiedet hatte. Nun - nach dem Ausscheiden von Volker Kauder - wollen sich CDU und CSU dazu durchringen, die Tabakwerbung einzuschränken. Doch Lobbyisten verunsichern Politiker gezielt mit irreführenden Behauptungen. Artikel auf Spiegel Online.

Laschere Werbeverbote für Tabak gefährden Uno-Abkommen

Die Gesundheitskommission des Ständerats hat drei neue Berichte zum geplanten Tabakgesetz veröffentlicht. Einer davon zeigt: Wenn das Parlament keine schärferen Werbeverbote beschliesst, kann die Schweiz einen völkerrechtlichen Vertrag nicht ratifizieren. Im Moment führt die Kommission die Detailberatung zum neuen Bundesgesetz über Tabakprodukte und elektronische Zigaretten (15.075) durch. Medienmitteilung der Kommission (mit Links zu den Berichten). Artikel auf NZZ Online.

Verkauf von Cannabis kommt in Kanada nur schleppend voran

Ein halbes Jahr nach der Legalisierung von Cannabis in Kanada zeigt sich: Der Verkauf der Droge läuft schlechter als erwartet und fristet ein Nischendasein. Grund für das maue Geschäft sind Lieferengpässe und der nach wie vor florierende Schwarzmarkt. In Toronto werden etwa in einer Handelskette 3,5 Gramm einer Marihuanasorte für rund 40 kanadische Dollar verkauft. Schwarzmarkthändler verkaufen die gleiche Menge für ungefähr die Hälfte des Preises. Artikel auf Spiegel Online.

Deutschland: Kosten des Rauchens aus ökonomischer Perspektive

Die Kosten des Rauchens sind auch für die deutsche Wirtschaft eine wichtige, nicht vernachlässigbare Größe. Insbesondere die den Produktivitätsverlust durch das Rauchen beziffernden indirekten Kosten belaufen sich auf 55,82 Mrd. € pro Jahr. Ebenfalls ergeben sich direkte Kosten des Rauchens für den Unternehmenssektor, die v.a. mittelbar über die Gesetzliche Unfallversicherung geleistet werden, in Höhe von 316,61 Mio. € pro Jahr. Beide Kostengrößen sind Untergrenzen in denen verschiedene weitere Aspekte der ökonomischen Kosten des Rauchens noch nicht berücksichtigt wurden. Gutachten der Universität Hamburg.

Die stille Gefahr der Schlaftabletten

Rund vier Millionen Packungen Schlaf- und Beruhigungsmittel verschreiben Ärzte in der Schweiz pro Jahr, für mehr als 800'000 Patienten. Eine Untersuchung von Suchtmonitoring Schweiz von 2016 liefert weitere Daten: So hatten rund 7 Prozent der Befragten ab 15 Jahren in den letzten vier Wochen Schlaf- oder Beruhigungsmittel eingenommen; bei den über 75-Jährigen waren es 18 Prozent. Etwa die Hälfte der Befragten nahmen diese seit mehr als einem Jahr täglich ein. Hochgerechnet sind das 200'000 Menschen. Diese Zahlen sind deshalb brisant, weil die Benzodiazepine sich nicht für einen längerfristigen Gebrauch eignen. Sie machen schnell abhängig. Beitrag auf #12.

Deutschland: Rauchen bleibt die häufigste Sucht

Die Raucherpause – lange Zeit gehörte sie zur Normalität am Arbeitsplatz. Das Bewusstsein für die Gefahren des Nikotins ist jedoch ein anderes geworden. So weist der aktuelle Gesundheitsreport (pdf, 244S.) der Krankenkasse DAK darauf hin, dass die Raucherquote bei bis zu 25-Jährigen innerhalb von 17 Jahren um mehr als ein Drittel zurückging. Dennoch: Unter den Erwerbstätigen gibt es derzeit 6,5 Millionen regelmäßige Raucher. Rauchen bleibt damit die verbreitetste Sucht. Zudem sind laut Bericht Suchtkranke Mitarbeiter im Durchschnitt doppelt so oft krank wie nicht süchtige Beschäftigte, sie kommen häufiger zu spät zur Arbeit und sind oft unkonzentriert. Beitrag auf dem Arbeitsschutz-Portal.de, Artikel der Berliner Morgenpost.

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