Alle News im Überblick
PEPra: für Prävention in der Grundversorger-Praxis
Mit dem von der FMH und weiteren Partnern getragenen und von der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz unterstützten Projekt «PEPra – Prävention mit Evidenz in der Arztpraxis» soll bis 2024 ein koordiniertes Gesamtpaket für Prävention in der Arztpraxis geschaffen werden. Artikel im Primary an Hospital Care.
Drogenkurier: Corona Virus
Die aktuelle Ausgabe (Nr. 124, pdf, 36S.) des Drogenkuriers stellt u.a. die Frage, wann die Diamorphin-Substitution zur gleichwertigen Behandlung wird. Aus dem Inhalt: Beraten, Testen, Behandeln - Hepatitis C im Fokus; Provokationen und strafbare Handlungen der Drogenpolizei in Russland; Für ein Leben ohne Hepatitis C. Das Magazin wird von JES (Junkies, Ehemalige und Substituierte) Bundesverband in Deutschland herausgegeben.
Nationalrat: Cannabis auf Rezept
Künftig sollen PatientInnen einfacher zu Therapien auf Cannabisbasis kommen. Der aufwendige Weg über das BAG soll wegfallen. Diese Bewilligungspraxis sei nicht mehr zweckmässig und erschwere den Zugang zu dieser Behandlung, ist der Bundesrat überzeugt. Er hat deshalb eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes erarbeitet, die es Ärzten erlauben soll, Cannabisprodukte direkt zu verschreiben. Jetzt hat die Gesetzesänderung die erste Hürde genommen, und dies sehr deutlich: Der Nationalrat stimmte mit 143 zu 33 Stimmen bei 15 Enthaltungen der Vorlage zu. Diese geht nun in den Ständerat. SDA-Meldung auf parlament.ch, Artikel im Tages Anzeiger.
Vereinte Nationen bewerten Cannabis neu
Cannabis ist in der internationalen Drogenkonvention von 1961 zweimal aufgelistet: Zum einen in Klasse 1 - die alle verfügbaren Drogen umfasst. Zusätzlich aber auch in Klasse 4. Dort befinden sich vor allem diejenigen Drogen, die keinerlei zusätzlichen Nutzen haben. Nach der jüngsten Abstimmung in der UN-Suchtstoffkommission steht Cannabis dort nun nicht mehr. Damit folgen die UN einer zwei Jahre alten Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO und erkennen den medizinischen Nutzen von Cannabis indirekt an. Artikel der Deutschen Welle, Artikel im Drogerie-Blog der deutschen Tageszeitung taz.
Digitaler Coach unterstützt Menschen mit Alkoholproblemen
Der NoA-Coach (No Addiction-Coach) ist eine Smartphone-App zur Unterstützung von Menschen mit Alkoholproblemen. Die App stärkt die individuellen Ressourcen der Betroffenen und will Rückfälle und Therapieabbrüche verhindern. Die App ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stiftung Berner Gesundheit, der Suchtfachstelle Zürich und des Blauen Kreuz Schweiz. Es wird im Rahmen eines Pilotversuchs bis im Sommer 2021 in der Praxis getestet. https://noa-coach.ch
Wieso macht Alkohol Lust auf Zigaretten?
Kettenraucher, Genussraucher, Gelegenheitsraucher, Partyraucher, … Bezeichnungen für Menschen, die dann und wann an Zigaretten ziehen, gibt es viele. Eine bestimmte Gemeinsamkeit haben sie aber alle: Fliesst erst mal der Alkohol, entfachen ihre Feuerzeuge im Minutentakt neue Glimmstängel. Wieso selbst der tagsüber willensstärkste Zigi-Abstinenzler abends bei einem Drink in der Hand schwach wird? Das hat laut einem Artikel in der Schweizer Illustrierten drei Gründe.
Veranstaltungen
Anspruchsvolle Situationen in der Suchtarbeit – Ethik als Reflexionsmethode für Fachpersonen
Veranstalter: Fachverband Sucht
Tagung «Substanzkonsum bei Jugendlichen: News aus Forschung und Praxis»
Die Tagung bietet ein Update aus Praxis und Forschung zu aktuellen Konsumphänomenen und Substanztrends bei Jugendlichen sowie zur Versorgungssituation.
Veranstalter: Infodrog
4. Luzerner Suchtforum: Sucht im Alter: Gesundheitliche, soziale und strukturelle Herausforderungen
Veranstalter: Dienststelle Gesundheit und Sport des Gesundheits- und Sozialdepartements des Kantons Luzern & Partnerorganisationen