Alle News im Überblick
Luzern: Verärgerung nach dem Nein der Luzerner Regierung zur Fusion
Der Regierungsrat spricht sich gegen den Zusammenschluss zweier wichtiger Institutionen in der Suchtbekämpfung aus. Das ärgert die Luzerner SP-Kantonsrätin Yvonne Zemp: Die Sicht der Klienten werde ignoriert. «Die Regierung ist der Ansicht, dass die inhaltlichen Synergien von den beiden Organisationen zu optimistisch dargestellt werden.» Sie würden sich nicht nahtlos, sondern nur teilweise ergänzen. Infolge der Fusion wären auch keine signifikanten Einsparungen und damit auch kein Spareffekt für den Kanton zu erwarten, schreibt das Gesundheits- und Sozialdepartement. Artikel der Luzerner Zeitung.
Akzeptierende Drogenarbeit: Im Rausch der Nacht
Wo der Bass wummert, werden oft Drogen genommen. In Berlin ist deshalb das Partyteam von Fixpunkt vor Ort. Das Ziel: akzeptierende Drogenarbeit und Hilfe bei Abstürzen. Artikel auf Zeit Online
Debatte um offenen Drogenhandel hält Lausanne in Atem
Der Filmemacher Fernand Melgar prangerte Drogendealer öffentlich an – und erntet dafür neben Applaus auch harsche Kritik seiner einstigen Anhänger. Die Parteien nutzen die Gunst der Stunde und überbieten sich mit Vorschlägen zur Eindämmung des Problems. Artikel auf NZZ Online, Artikel auf tagesanzeiger.ch
Basel-Stadt: Monitoringbericht Sucht 2018
Der Monitoringbericht Sucht zeigt auf, dass die aufeinander abgestimmtem Angebote der basel-städtischen Suchthilfe stabil genutzt werden. Für Jugendliche steht eine Vielzahl von Suchtpräventionsangeboten zur Verfügung. Ambulante Suchtberatungsstellen werden am häufigsten aufgrund eines problematischen Konsums von Alkohol, gefolgt von Cannabis und Kokain aufgesucht. Frauen ziehen eine ambulante Beratung oder Behandlung einer stationären vor. In den substitutionsgestützten Behandlungen nimmt das Durchschnittsalter der Klientel fortlaufend zu.
Drogenkonsumräume: Überblick über das Angebot und Evidenzdaten
Überwachte Drogenkonsumräume, in denen illegale Drogen unter der Aufsicht von geschultem Personal konsumiert werden können, gibt es in Europa seit drei Jahrzehnten. Diese Einrichtungen dienen in erster Linie dem Ziel, die akuten Risiken im Zusammenhang mit der Übertragung von Krankheiten durch unhygienischen injizierenden Konsum einzudämmen, Todesfällen durch Überdosierung vorzubeugen und besonders gefährdete Drogenkonsumenten mit Einrichtungen der Suchtbehandlung und anderen Gesundheits- und Sozialdiensten in Kontakt zu bringen. Eine Publikation (pdf, 9S.) der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle.
Wie viel Alkohol ist gesundheitlich unbedenklich?
Wer maximal 100 Gramm Alkohol pro Woche zu sich nimmt, müsse nicht mit bleibenden Schäden rechnen, so ein Befund im Fachblatt »The Lancet«. Doch der Grenzwert trügt. Artikel auf Spektrum.de
Veranstaltungen
Anspruchsvolle Situationen in der Suchtarbeit – Ethik als Reflexionsmethode für Fachpersonen
Veranstalter: Fachverband Sucht
Tagung «Substanzkonsum bei Jugendlichen: News aus Forschung und Praxis»
Die Tagung bietet ein Update aus Praxis und Forschung zu aktuellen Konsumphänomenen und Substanztrends bei Jugendlichen sowie zur Versorgungssituation.
Veranstalter: Infodrog
4. Luzerner Suchtforum: Sucht im Alter: Gesundheitliche, soziale und strukturelle Herausforderungen
Veranstalter: Dienststelle Gesundheit und Sport des Gesundheits- und Sozialdepartements des Kantons Luzern & Partnerorganisationen