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Alle News im Überblick

Wie die Schweiz die Heroin-Epidemie bekämpfte

In den 1990er Jahren beschloss die Schweiz, eine der schlimmsten Drogenepidemien in Europa zu bekämpfen, indem sie radikale neue politische Ideen ausprobierte, darunter die Bereitstellung von sicheren Injektionsräumen für Süchtige und sogar die Verschreibung von Heroin. Dies führte zu einem drastischen Rückgang der Überdosen, der HIV-Infektionen und der Zahl der neuen Konsumenten. 2008 stimmten die SchweizerInnen dafür, die Änderungen im Gesetz zu verankern. Zak Brophy von der BBC spricht mit Andre Seidenberg, einem Schweizer Arzt und Ruth Dreifuss, die sich für die Änderung der Politik eingesetzt hat. Beitrag (auf Englisch) auf www.bbc.co.uk.

Österreich: Deutlicher Zuwachs Glücksspiel und Sportwetten

Die Lockdowns und Einschränkungen der Sportveranstaltungen ließen im Vorjahr auch die Umsatzzahlen der stationären heimischen Glücksspiel- und Sportwetten-Branche einbrechen. In den niedergelassenen Spielstätten gab es laut einer Analyse des Marktforschungsinstituts Branchenradar bei den Spiel- und Wetteinsätzen ein Minus von rund 24 Prozent. Während der stationäre Glücksspielmarkt gelitten hat, profitierte vor allem der Online-Sektor. Dieser erzielte sowohl bei Sportwetten als auch im Online-Glücksspiel ein Bruttoergebnis von plus 7,4 Prozent. Artikel auf www.praevention.at.

Cannabis am Steuer wie Alkohol behandeln

Es kommt Bewegung in die Diskussion um die Nulltoleranz von Cannabis am Steuer. Einen parlamentarischen Vorstoss wagt FDP-Vizepräsident Andrea Caroni (41): Der Ständerat (FDP/AR) will, dass Cannabis künftig ähnlich behandelt wird wie Alkohol: Während ein gewisser Pegel Alkohol erlaubt ist, liegt der Cannabis-Grenzwert nahe der Nachweisgrenze. Die Folge: Noch Tage nach dem Konsum kann der Führerausweis futsch sein. Hinzu kommen ausser der Busse für den Cannabis-Konsum tausende Franken teure Fahrfähigkeits-Abklärungen – die bei Alkohol erst bei sehr hohen Promillepegeln angeordnet würden. Artikel auf www.blick.ch.

Nichtbezug von Sozialhilfe: Vorstoss im Parlament eingereicht

In der Schweiz verzichtet ein Drittel der armutsbetroffenen Personen auf ihren rechtmässigen Anspruch, Hilfe in Notlagen zu erhalten. Der Grund: mögliche negative Folgen. Ein im eidgenössischen Parlament neu eingereichter Vorstoss will diese Systemfehler angehen. Medienmitteilung auf www.avenirsocial.ch; Positionspapier der Allianz «Austausch Armut».

Mehr Alkohol im Lockdown?

Weil Menschen in Notlagen erwiesenermassen mehr trinken, haben Forscherende europaweit (knapp 32'000 Menschen aus 21 Ländern Europas exklusive der Schweiz) den Alkoholkonsum zu Beginn der Corona-Pandemie untersucht - mit einem erstaunlichen Ergebnis. «Erhöhter Alkoholkonsum wird als maladaptive Strategie zur Bewältigung der psychischen Belastung angesehen und ergibt sich aus einem Zusammenspiel von sozialer Isolation, Unsicherheit und finanziellen Schwierigkeiten», schreiben die Forscherenden in der Studie, die jetzt in der Fachzeitschrift «Addiction» veröffentlicht worden ist. Artikel auf www.mdr.de; Studie auf www.onlinelibrary.wiley.com.

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Experiment Nichtrauchen: nach 21 Jahren ist Zeit für etwas Neues

Experiment Nichtrauchen geht nach 21 Jahren zu Ende. Das grösste nationale Tabakpräventionsprojekt hat an Schulen für ein rauchfreies Leben geworben und hunderttausende Jugendliche in der Schweiz und Liechtenstein durch die Schulzeit begleitet. Mit der Neuausrichtung des Kinder- und Jugendprogramms des Tabakpräventionsfonds macht es Platz für ein neues Angebot – dieses bezieht Kinder, Jugendliche sowie Lehrpersonen von Anfang an in die Gestaltung mit ein. Artikel auf www.portal.at-schweiz.ch.

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