Alle News im Überblick
Interprofessioneller Zusammenarbeit an der Schnittstelle zwischen Gesundheitswesen und Sozialhilfe
Welche Einflussfaktoren begünstigen oder hemmen die Umsetzung von interprofessioneller Zusammenarbeit an der Schnittstelle zwischen Gesundheitswesen und Sozialhilfe? Wie können hemmende Faktoren überwunden werden? Die vom BAG in Auftrag gegebene Studie gibt Antworten.
Addiction Psychology Switzerland
Am 17. Januar 2020 wurde in Bern der Fachverband für Suchtpsychologie mit dem Namen Addiction Psychology Switzerland (APS) gegründet. Der Verband vertritt die fachspezifischen und berufspolitischen Interessen der im Suchtbereich tätigen PsychologInnen und der in der universitären oder angewandten Suchtforschung tätigen PsychologInnen. https://addictionpsychology.ch
Suchtforschungstelegramm der Bayerischen Akademie
Das aktuelle Forschungstelegramm (Nr. 42, pdf, 18S.) der Bayerischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen steht zum Download bereit. Aus dem Inhalt:
- Mortalität bei geringem und nicht-täglichem Rauchen als Dosis-Wirkungs-Beziehung
- Zusammenhang zwischen Internetsucht und selbstverletzendem Verhalten bei Jugendlichen in China
- Prävalenz von NPS-Konsum bei Patientinnen und Patienten zur Aufnahme in Entzugsbehandlung
- Retention in Substitutionsbehandlung – ein systematischer Review
- Remission bei unbehandelten pathologischen Glücksspielenden: Wem gelingt sie, wem nicht?
Kaufsucht: Veränderungen seit dem Aufkommen von Online-Shops
4.8% der SchweizerInnen sind pathologisch kaufsüchtig. Dies ist das Ergebnis der Kaufsuchtumfrage 2019 (pdf, 43S.) bei rund 1000 Personen aus den deutschsprachigen und französischsprachigen Landesteilen. Da sich das Konsumverhalten durch das Aufkommen des Online-Handels stark verändert hat, unterschied diese Befragung erstmals zwischen der Kaufsucht beim Einkaufen im Internet (online) und in physischen Läden (real). Demnach sind 2.9% der Bevölkerung online-kaufsüchtig und 3.8% sind süchtig danach, in Läden einzukaufen. Faktenblatt (pdf, 2S.) des BAG.
Kinder aus Familien mit risikoreichem Substanzkonsum
In der Schweiz leben 5,8% der Kinder unter 15 Jahre in einer Familie, in der ein oder beide Elternteile risikoreich Alkohol konsumieren. 31,3% wachsen in einem Umfeld auf, in dem die Eltern täglich nikotinhaltige Produkte (z.B. Tabakprodukte, E-Zigaretten) zu sich nehmen. Der Anteil an Kindern, deren Eltern risikoreich illegale Drogen (z.B. Cannabis, Kokain, Heroin) konsumieren, ist gering (1,8%). Bei einem Teil der Kinder zeigen die Eltern einen mehrfachen Risikokonsum. Dies ist insbesondere bei Alkohol und Tabak (1,9%) der Fall. Der Indikator "Kinder aus Familien mit risikoreichem Substanzkonsum" ist neu auf MonAM aufgeschaltet.
Immer mehr Spielsperren in Casinos und Online
"Rien ne va plus", hat es Ende 2019 in der Schweiz für 61'452 Spielsüchtige von Casinos und Online-Spielen geheissen. Sie wurde vom Spielbetrieb ausgeschlossen, wie eine neue Statistik der Eidgenössischen Spielbankenkommission zeigt. Die Zahl der Spielsperren stieg damit im vergangenen Jahr gegenüber 2018 um 4278 Personen. Dieser Anstieg ist grösser als in früheren Jahren. Die zunehmende Zahl von Spielsperren sei auf die Eröffnung von vier Online-Casinos in der zweiten Hälfte des Jahres 2019 zurückzuführen. Artikel auf swissinfo.ch
Veranstaltungen
Anspruchsvolle Situationen in der Suchtarbeit – Ethik als Reflexionsmethode für Fachpersonen
Veranstalter: Fachverband Sucht
Tagung «Substanzkonsum bei Jugendlichen: News aus Forschung und Praxis»
Die Tagung bietet ein Update aus Praxis und Forschung zu aktuellen Konsumphänomenen und Substanztrends bei Jugendlichen sowie zur Versorgungssituation.
Veranstalter: Infodrog
4. Luzerner Suchtforum: Sucht im Alter: Gesundheitliche, soziale und strukturelle Herausforderungen
Veranstalter: Dienststelle Gesundheit und Sport des Gesundheits- und Sozialdepartements des Kantons Luzern & Partnerorganisationen