Alle News im Überblick
Bern: Immer mehr Pflegebedürftige bei der Heroinabgabe
Die Patienten der Heroinabgabe in Bern werden immer älter – und sie sind zusehends pflegebedürftig. Das geht aus dem Jahresbericht (pdf, 6S.) hervor, den die Heroingestützte Behandlung Koda im Internet publiziert hat. Artikel der Berner Zeitung.
Wo viel gekifft wird, gibt es mehr Psychosen
Je heftiger der Cannabiskonsum, desto höher das Risiko. Vor allem in Städten wie London oder Amsterdam, in denen vorwiegend hochpotente Cannabissorten konsumiert werden, gibt es auffällig viele Fälle von Psychosen. Eine internationale Studie bestätigt damit eine Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen Cannabis und Psychose. Beitrag auf drugcom.de
Anzahl Drogentote in Deutschland auf konstant hohem Niveau
Weniger Tode durch Legal Highs, mehr durch psychoaktive Medikamente: Immer noch sterben in Deutschland jedes Jahr mehr als 1.200 Menschen durch Drogenkonsum. Medienmitteilung der Drogenbeauftragten. Artikel auf ZeitOnline.
Gegen die Marihuana-Mafia
Der Anbau und Schmuggel von Cannabis ist für die albanische Mafia ein Milliardengeschäft. Das Land an der Adria ist in den vergangenen Jahren zu einem der weltweit größten Produzenten der Droge geworden – begünstigt durch Korruption, eine schwache Justiz und die weitverbreitete Armut. Die Sendung "Re:" auf Arte (Online bis am 8. Mai) zeigt den gefährlichen Kampf der Ermittler gegen die Cannabis-Mafia.
Hochgiftiger Schadstoff in Filter für Tabak-Stick
Filter von Tabak- Stick-Erhitzern Iqos von Philip Morris entwickeln beim Erhitzen hochgiftige Schadstoffe. Diese sogenannten Isocyanate fand ein Labor im Auftrag der Suchthilfeorganisation Blaues Kreuz. Bereits das Einatmen sehr kleiner Mengen Isocyanate kann die Gesundheit stark schädigen. Philip Morris entgegnete, dass diese Feisetzung unter reellen Konsumbedingungen nicht stattfindet. Allerdings weist das Blaue Kreuz darauf hin (SonntagsZeitung vom 7. April, S.7), dass es dann gefährlich wird, wenn die Filter schmelzen. Wildermuth vom Blauen Kreuz: «Wir konnten belegen, dass die Filter beim gewöhnlichen Gebrauch partiell schmelzen und dabei auf eine Temperatur erhitzt werden, bei welcher sich Isocyanate tatsächlich ablösen». Mediemitteilung des Blauen Kreuzes, Mitteilung von Philip Morris.
Konsum von psychoaktiven Substanzen in der Freizeit
Freizeitdrogenkonsum findet sehr häufig ausserhalb von Partys im privaten Umfeld statt. Ziel von Drug Checking ist es, Freizeitdrogenkonsumierende aus unterschiedlichen Konsumsettings zu erreichen. Die Kombination von mobilem, aufsuchendem und ambulantem Drug Checking in Walk-In-Zentren erweist sich deshalb als erfolgversprechend.
Veranstaltungen
Fachseminar: Esstörungen
Veranstalter: Hochschule für Soziale Arbeit FHNW
Angehörige von Menschen mit einer Suchterkrankung – Belastungen, Bedürfnisse und Unterstützungsmöglichkeiten
Veranstalter: Fachverband Sucht
28. Substitutions-Forum Plattform für Drogen-Therapie
Veranstalter: Österreichische Gesellschaft für arzneimittelgestützte Behandlung von Suchtkrankheit – ÖGABS
Dauer: 9.-10. Mai 2026
Abschlusstagung „Evidenzbasiertes Drug Checking in Nürnberg“ (EviDriN)
Veranstalter: Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm