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KI in der Suchtmedizin: Chancen ja, aber nicht ohne Vorbehalte
Künstliche Intelligenz könnte die Suchthilfe und Suchtmedizin künftig bei Diagnosen, Behandlungsentscheidungen oder administrativen Aufgaben unterstützen. Eine neue qualitative Studie zeigt jedoch, dass sowohl Fachpersonen als auch Menschen mit Konsumerfahrung Bedenken haben. Sie befürchten, dass KI bestehende Stigmatisierungen verstärken, sensible Gesundheitsdaten unzureichend schützen oder mit den raschen Veränderungen auf illegalen Drogenmärkten nicht Schritt halten könnte.
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Studienteilnehmende gesucht: Alkohol auf Social Media und Nikotinkonsum
Aktuell suchen zwei Studien Teilnehmende aus der Schweiz: Die Stiftung Sucht Schweiz untersucht bei 16- bis 25-Jährigen, welchen Influencer:innen sie auf Social Media folgen und wie häufig sie dort alkoholbezogene Inhalte sehen. Zudem testet die Studie zum NicotineFreeCoach ein WhatsApp-basiertes Coaching für 16- bis 30-Jährige, die regelmässig Zigaretten, Vapes, E-Zigaretten, Snus oder Nikotinbeutel konsumieren und ihren Nikotinkonsum reduzieren oder beenden möchten.
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Weitere Informationen zur Befragung zu Nikotin auf nicotinefreecoach.ch
Die Befragung zu Alkohol und Social Media Inhalten auf addictionsuisse.ch
Hamburg: Widerstand gegen Schliessung von Suchthilfeangeboten
In Hamburg sollen zwei Suchthilfeeinrichtung geschlossen werden. Die Sozialbehörde begründet dies mit einer Neuorganisation der Angebote. Dagegen regt sich breiter Widerstand: Der Altonaer Sozialausschuss fordert einstimmig den Erhalt der Palette, auch Wohlfahrtsverbände und mehrere Parteien kritisieren die Pläne. Sie befürchten, dass insbesondere schwer erreichbare, crackkonsumierende Menschen wichtige niedrigschwellige Unterstützungsangebote verlieren.
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Ein weiterer Beitrag über die Verteilung der Suchthilfe in Hamburg auf ndr.de
Cannabis-Pilotversuch: Regulierte Abgabe erhöht Konsum nicht
Erste Zwischenergebnisse einer Cannabis-Studie in Bern, Biel und Luzern zeigen: Der legale und regulierte Bezug von Cannabis in Apotheken führt nicht zu einem höheren Konsum. Im Gegenteil, der Konsum ging leicht zurück. Die fachliche Beratung in den Apotheken fördert zudem risikoärmere Konsumformen, etwa Vapes statt Joints mit Tabak. Die Forschenden sehen darin ein wichtiges Argument für die laufende Diskussion um eine schweizweite Regulierung von Cannabis
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Neue psychoaktive Substanzen: Vielfalt wird zur Herausforderung
Während die Aufmerksamkeit oft auf Fentanyl gerichtet ist, sehen Fachleute zunehmend die rasche Verbreitung neuer psychoaktiver Substanzen als zentrale Herausforderung. Ein aktuelles Informationsvideo von YOU und der Charité – Universitätsmedizin Berlin erläutert, wie sogenannte Research Chemicals, synthetische Cannabinoide oder Nitazene den Drogenmarkt verändern. Da neue Stoffe laufend auftauchen und Produkte häufig falsch deklariert sind, steigen die Risiken für Konsumierende. Die Expert:innen betonen die Bedeutung von Aufklärung, Frühwarnsystemen und Drug Checking.
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Estland als Testlabor für neue Drogen
Estland verzeichnet die höchste Zahl drogenbedingter Todesfälle pro Kopf in der EU und gilt laut Fachpersonen zunehmend als «Testmarkt» für neue synthetische Opioide. Nachdem das Land den Fentanyl-Markt erfolgreich zurückdrängen konnte, dominieren heute hochpotente Substanzen wie Nitazene und Cychlorphin den illegalen Drogenmarkt. Da Konsumierende oft nicht wissen, welche Stoffe sie tatsächlich konsumieren, steigt das Risiko tödlicher Überdosierungen. Fachleute fordern deshalb einen Ausbau von Drug-Checking-Angeboten und weiteren schadensmindernden Massnahmen.
Veranstaltungen
55. SVA – Davoser Kongress: Sucht – «Die leise Macht von Sehnsucht»
Veranstalter: Schweizerischer Verband Medizinischer Praxisfachpersonen (SVA)
Dauer: 30. Oktober – 1. November 2026
Nationale Austauschplattform «Elternschaft und Sucht»
Veranstalter: Sucht Schweiz
What’s New?: Unterrepräsentation von FINTA*-Personen im Drug Checking
Veranstalter: Fachverband Sucht