Alle News im Überblick
Experiment Nichtrauchen: nach 21 Jahren ist Zeit für etwas Neues
Experiment Nichtrauchen geht nach 21 Jahren zu Ende. Das grösste nationale Tabakpräventionsprojekt hat an Schulen für ein rauchfreies Leben geworben und hunderttausende Jugendliche in der Schweiz und Liechtenstein durch die Schulzeit begleitet. Mit der Neuausrichtung des Kinder- und Jugendprogramms des Tabakpräventionsfonds macht es Platz für ein neues Angebot – dieses bezieht Kinder, Jugendliche sowie Lehrpersonen von Anfang an in die Gestaltung mit ein. Artikel auf www.portal.at-schweiz.ch.
Gefährliche Sportwetten
Es geht um sehr viel Geld: 2019 wurden allein in Deutschland rund 9,3 Milliarden Euro gesetzt. Die Sportwetten-Branche erlebt einen Boom. Die Dokumentation begleitet Glückspieler, PolitikerInnen und Werbepartner, während sich der Markt für Sportwetten in Deutschland neu aufstellt. Die Dokumentation auf www.daserste.de.
Werbeverbote für Tabak: Jugendschutz bleibt Knackpunkt
Bezüglich Werbung für Tabakprodukte ist die Schweiz eine Ausnahme in Europa: Aussenwerbung für Tabakprodukte ist in fast allen europäischen Ländern verboten – die Schweiz kennt auf nationaler Ebene kein Verbot. In Printmedien ist Tabakwerbung gar in allen europäischen Ländern verboten. Ausser in der Schweiz. Seit mehr als fünf Jahren diskutiert das Parlament ein neues Bundesgesetz über Tabakprodukte. Der Umgang mit Tabakprodukten soll darin strenger geregelt werden – aber weniger stark als ursprünglich vorgesehen. Der Ständerat hat jetzt einige Restriktionen aufgeweicht. Artikel dazu auf www.srf.ch.
Deutschland: Rauchen wird teurer
Der Finanzausschuss des Bundestags stimmte für eine Reform der Tabaksteuer. Demnach sollen die Zigarettenpreise im kommenden Jahr um durchschnittlich 10 Cent steigen: Die geplante Reform der Tabaksteuer ist einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Der Finanzausschuss des Bundestags stimmte für eine Gesetzesänderung, nach der sich die Tabaksteuer auf eine Zigarettenpackung im Jahr 2022 um durchschnittlich 10 Cent erhöht. 2023 folgt dann ein weiterer 10-Cent-Sprung, in den Jahren 2025 und 2026 jeweils ein Plus von 15 Cent. Artikel auf www.spiegel.de.
Mehr Jugendliche sind im Zuge der Pandemie suchtgefährdet – jetzt Gegensteuer geben
Die Pandemie belastet die psychische Gesundheit von jungen Menschen. Heute gibt es mehr gefährdete Jugendliche und ihre Zukunftsängste könnten andauern. Die Suchtprävention ist gefordert, die Früherkennung und Frühintervention bei gefährdeten Jugendlichen zu stärken. Sucht Schweiz appelliert an Gesellschaft und Politik, ihre Chancen mit einem gesundheitsförderlichen Umfeld zu verbessern und sie vor aggressivem Marketing zu schützen. Beitrag auf www.suchtschweiz.ch.
Die Prohibition ist gescheitert – es lebe der freie Markt?
SuchtexpertInnen fordern längst eine weitgehende Regulierung von Betäubungsmitteln. Nun ist die Debatte auch in der Politik angekommen. Die im Mai angelaufenen Cannabisversuche zeigen, in welche Richtung es gehen könnte. Interessanter Artikel auf www.woz.ch unter anderem mit Einschätzungen von Experten wie Toni Berthel (Psychiater, ehemaliger Präsident der Eidgenössischen Kommission für Suchtfragen (EKSF)) und Boris Quednow (Pharmakopsychologe an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich).
Veranstaltungen
Drogen & Recht: Strafrechtliche Fragen im Zusammenhang mit psychoaktiven Substanzen
Veranstalter: Aids-Hilfe Schweiz
Checkpoint im Gespräch: Po-Po-Po-Poppers! Verantwortungsbewusster Umgang im rechtlichen Graubereich
Veranstalter: Veranstaltungsreihe zu HIV und LGBTIQ* des Checkpoints Zürich
Social Media und Gesundheit – Ein Balanceakt zwischen Fake News, Chancen und vielen Unsicherheiten
Veranstalter: Fachverband Sucht