Alle News im Überblick
Wenn Fluchterfahrung anfällig für Alkoholmissbrauch macht
In den Jahren 2015 und 2016 wurden in Deutschland etwa 1,1 Millionen Asylanträge gestellt. Für viele Schutzsuchende ist der alltägliche und offene Umgang mit Alkohol hierzulande ungewohnt. Kommen traumatische Flucht- oder Kriegserfahrungen, die Trennung von der Familie und Sprachbarrieren in einer fremden Umgebung hinzu, droht gerade bei jüngeren Flüchtlingen das Risiko eines Substanzmissbrauchs. Vor welchen Herausforderungen steht die Alkoholprävention damit? Dieser Frage widmet sich die aktuelle Ausgabe (pdf, 4S.) des Newsletters Alkoholspiegel der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA.
Potential und Risiken des Cannabiskonsums: Aktueller Forschungsstand
Der aktuelle Forschungsstand zum Thema Cannabis wurde durch eine wissenschaftliche Analyse von in den letzten zehn Jahren publizierten Daten erhoben. Die Risiken des Cannabiskonsums zu Rauschzwecken werden erneut bestätigt. Besonders schädlich ist der Cannabiskonsum in der frühen Jugend. Im Bereich der medizinischen Anwendung von Cannabisarzneimitteln wurde vor allem deutlich, dass der Forschungsstand noch sehr uneinheitlich ist. Aufgrund der begrenzten Datenlage kann zu vielen Krankheitsbildern noch keine Aussage zur Wirksamkeit von Cannabis gemacht werden. Hier sind weitere Studien notwendig. Die Publikation wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit in Deutschland erstellt. Artikel auf Konturen
MobileCoach Alkohol
Der MobileCoach Alkohol ist ein mobiltelefonbasiertes Programm zur Reduktion des Rauschtrinkens und zur Förderung eines sensiblen Umgangs mit Alkohol bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Es beinhaltet ein Online-Feedback zum individuellen Alkoholkonsum und individualisierte SMS-Nachrichten, die über einen Zeitraum von 3 Monaten an die Teilnehmenden versendet werden, um, unter anderem zu Zeiten und in Situationen in denen üblicherweise Alkohol getrunken wird, den problematischen Konsum zu reduzieren. Das Programm wird nun technisch und inhaltlich weiter optimiert und durch Fachstellen für Suchtprävention in der deutschsprachigen Schweiz im Schuljahr 2017/18 bei ca. 1'200 SchülerInnen an Berufsfach- und Mittelschulen implementiert. Mittels einer Nachbefragung werden nach Ende des dreimonatigen Programms Indikatoren der Nutzung, Akzeptanz und Wirksamkeit des Programms überprüft. Projektbeschreibung auf den Seiten des ISGF (mit Links zu den Projektpartnern).
QuaTheDA: Zertifizierungsstellen
Infodrog ist seit 2017 für die Verwaltung und Überwachung der QuaTheDA-Norm zuständig. Die Zertifizierungsstellen, die bis Ende 2015 von der Schweizerischen Akkreditierungsstelle (SAS) akkreditiert waren und die weiterhin Institutionen nach der QuaTheDA-Norm zertifizieren wollen, haben bei Infodrog einen Antrag auf Anerkennung gestellt. Ab sofort dürfen nur noch die anerkannten Zertifizierungsstellen QuaTheDA-Zertifizierungen vornehmen. Mitteilung von Infodrog.
Tabakkonsum: Knapp 40% kennen Risiken ungenügend
Eine neue Studie im Rahmen des Suchtmonitorings Schweiz ergibt, dass die Kenntnisse über die Schädlichkeit von Tabakkonsum in der Gesamtbevölkerung ziemlich gut, in bestimmten Gruppen aber noch ungenügend sind. Menschen unter 20 und über 40 Jahren, solche mit tieferem Bildungsniveau, täglich Rauchende und solche, die nicht mit dem Rauchen aufhören möchten, haben in der Regel schlechtere Kenntnisse über die Schädlichkeit des Tabakkonsums. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.
Alain Berset unterstützt die Genehmigung von Studien zur Entkriminalisierung von Cannabis
Der Universität Bern könnte nun doch erlaubt werden, ihre Studie über den Verkauf von Cannabis durchzuführen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) prüft derzeit, wie das geltende Recht so ergänzt werden kann, dass dieses Projekt mit dem geltenden Recht übereinstimmt, sagt Alain Berset. Mitteilung auf parlament.ch (Französisch).
Veranstaltungen
Social Media und Gesundheit – Ein Balanceakt zwischen Fake News, Chancen und vielen Unsicherheiten
Veranstalter: Fachverband Sucht
Tagung: Dual Disorders 2026 Wenn Sucht und weitere psychische Erkrankungen zusammentreffen
Veranstalter: pro mente Oberösterreich
CAS: Praxis der Suchtberatung
Veranstalter: Hochschule Soziale Arbeit FHNW
Dauer: 2. März- 1. Dezember 2026
Fachtagung: Zigi, Vape, Snus – neue Impulse für die Präventionsarbeit
Veranstalter: Dachverband Offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz (DOJ) in Zusammenarbeit mit OST - Ostschweizer Fachhochschule