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Frühförderung | Frühe Förderung

Die Qualität der Eltern-Kind-Beziehung hat einen grossen Einfluss auf die Entwicklung des Kindes. Die Risiken für viele Gesundheits- und Verhaltensprobleme – darunter auch Suchtverhalten, Gewalt und psychische Leiden – können durch eine gute Beziehung zwischen Eltern und Kind beziehungsweise durch eine sichere Bindung zu den nächsten Bezugspersonen vermindert werden.

In den USA, Kanada, Australien, England und Skandinavien sind viele Elternprogramme entwickelt und evaluiert worden. Das holländische Frühförderprogramm «Opstapje» wurde unter dem Namen «schritt:weise» auf die Verhältnisse in der Schweiz angepasst und zwischen 2008 und 2012 von der Universität Bern für die Stadt Bern evaluiert. Es ist seither von verschiedenen Gemeinden übernommen worden. Verschiedene Home-Visit-Programme (Hausbesuchsprogramme) in den USA richten sich gezielt an sozial benachteiligte Mütter und zeigen gute Wirkung. Ebenfalls in den USA weit verbreitet und gut evaluiert ist das Programm «Strengthening Families» (Familien stärken), das speziell auch bei ImmigrantInnen erfolgreich angewendet wird. Das Programm «The incredible years» (Die unglaublichen Jahre) bietet auf entwicklungspsychologischer Grundlage aufbauend strukturierte Module für Kinder von Geburt bis zwölf Jahren, Eltern und Lehrer an.

Das australische Programm Triple P wird zunehmend auch in der Schweiz angewendet. Bereits seit mehreren Jahren an vielen Orten der Deutschschweiz umgesetzt wird «FemmesTISCHE – Frauen sprechen über Gesundheit, Erziehung und Prävention». Für dieses Programm insbesondere für MigrantInnen liegen allerdings keine Wirkungsergebnisse vor. Entsprechende Männergesprächsrunden sind im Aufbau.

Quellen

Tschumper, A./Gantenbein, B./Alsaker, F.D., Baumann, M./Scholer, M./Jakob, R. (2012): Schlussbericht primano – Frühförderung in der Stadt Bern: Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis zum Pilotprojekt 2007-2012. Bern: Direktion für Bildung, Soziales und Sport der Stadt Bern.

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